Schule im Museum
Sie wollen uns mit einer Schulklasse oder einer Jugendgruppe besuchen? Wählen und kombinieren Sie!

Workshops zur Ausstellung „die Morgenländer“

Verschiedene Sprachen, verschiedene Zeichen
Alter: ab 8 Jahren | Dauer: 1 Stunde

Fremde Welten und alte Kulturen sind spannend und interessant. Auch jüdische Forscher haben sich vor mehr als hundert Jahren auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Kultur gemacht. Auf ihren abenteuerlichen Reisen ins sogenannte Morgenland entdeckten sie außergewöhnliche Dinge: Jahrtausende alte Steinskulpturen, wunderschöne tönerne Gefäße und Vieles mehr. Sie fanden aber auch alte, vergessene Symbole und Zeichen, Zeugen längst untergegangener Sprachen, die fast niemand mehr kennt. In der Ausstellung „Die Morgenländer“ machen wir uns auf die Suche danach. Bei einer gemeinsamen Rundreise durch die Ausstellung wollen wir einige davon mit euch entdecken und dann gleich ausprobieren. Habt ihr Lust? Dann besucht uns doch! Immerhin ist es ja auch heute noch so, mehrere Sprachen zu sprechen, verschiedene Zeichen zu kennen, ist ein echter Gewinn.
Tipp: Dieses Programm kann auf Wunsch auf zwei Stunden verlängert werden. In diesem Fall fertigen wir mit den Kindern ein kleines Werkstück an, das den Inhalt der Ausstellung und des Rundganges noch um eine haptische Aktivität erweitert. Bei Interesse, sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns!

Mach dir doch selbst ein Bild!
Alter: ab 10 Jahren | Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Fächer: Geschichte, Politische Bildung, Religion, Ethik, Digitale Grundbildung

Der Orient, das Morgenland: mythische Welten aus Tausend und einer Nacht, Träume von Reichtum und anziehender Fremdheit, aber auch Projektionsflächen abendländischer, westlicher Ängste, Rassismen und Sehnsüchte. Scheherazade, Aladin, die Wunderlampe? Was sind denn eure Bilder vom Orient? Habt ihr überhaupt welche? Und wenn ja, woher kommen sie eigentlich? Sind sie zeitgemäß, stimmig und waren sie das je? Gemeinsam begeben wir uns auf eine Reise durch die Ausstellung „Die Morgenländer“. Dabei entdecken wir tolle, alte Funde, aber vor allem auch viele Hinweise darauf, dass Menschen schon immer gerne falschen Geschichten geglaubt haben, wenn sie nur gut erzählt wurden. Das kommt uns doch bekannt vor, oder? Ach heute glauben wir gerne bunten Bildern, die uns täglich ins Haus gespült werden. Woher kommt unsere Sehnsucht nach dem scheinbar Echten und Wahren?
Mit euch zusammen wollen wir herausfinden, was unsere Bilder vom Fremden nährt und warum wir manchmal dabei mehr über uns selbst erfahren als über die „Anderen“. Wir fragen uns, warum es so wichtig ist, diese Bilder und Vorstellungen zu hinterfragen. Am Ende kommen wir dann zum Schluss, dass es immer noch am besten ist, sich selber ein Bild zu machen.

Was ist eigentlich „kulturelle Aneignung“ und was hat das mit mir zu tun…?
Alter: ab 14 Jahren | Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Fächer: Religion, Ethik, Geschichte, Politische Bildung, (Medienkunde)

Nofretete geschminkt für Armani, Balenciaga und Chanel, Turbane als modische Accessoires und Extras, ein junger Pharao mit goldenen Turnschuhen? Wer darf sich welcher Bilder bedienen und wofür? Ist es OK, wenn wir Elemente aus anderen Kulturen verwenden, um uns selbst auszudrücken? Wer darf das und bis wohin? Was ist zulässig und was nicht mehr? Und was steckt eigentlich dahinter, warum und wozu eignen wir uns diese Elemente an? Die Ausstellung „Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden“ geht es zuallererst um die Frage, was diese Männer im „Orient“ eigentlich gesucht und gefunden haben. Sich selbst, ihre Geschichte oder doch etwas Anderes? Aber wie betrifft uns das heute? Warum machen wir uns überhaupt auf die Suche nach uns selbst, wie weit (weg) müssen wir dazu gehen und welche Vorstellungen vom „Anderen“ unterstützen uns dabei? Welcher Vorbilder und Ideale bedienen wir uns, um herauszufinden, wer wir sind? Wieviel Abgrenzung ist notwendig, um uns selbst zu erkennen und wieviel vom Anderen steckt auch in uns? Und schließlich, wo liegt der Unterschied zwischen dem, wie wir uns sehen und wie die anderen uns?

 

Aktionstag Schule schaut Museum

Wie jedes Jahr gibt es auch im Schuljahr 2025/2026 wieder einen Aktionstag für Schulen im März. Am 4. März 2026 heißt es bereits zum 17. Mal „Schule schaut Museum“. Das Jüdische Museum Hohenems beteiligt sich zum zweiten Mal an dieser österreichweiten Aktion und bietet folgende Programme kostenfrei an:

Anmeldung notwendig, begrenzte Plätze:

Anita Niegelhell
Tel. +43 (0)5576 73989-18

niegelhell@jm-hohenems.at
Claudia Klammer
Tel. +43 (0)5576 73989-22
klammer@jm-hohenems.at

Verschiedene Sprachen, verschiedene Zeichen
Alter: ab 8 Jahren | 04. März 2026, Beginn: 9:00 Uhr | Dauer: 1,5-2 St. | TP: Kassa Jüdisches Museum

Fremde Welten und alte Kulturen sind spannend und interessant. Auch jüdische Forscher haben sich vor mehr als hundert Jahren auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Kultur gemacht. Auf ihren abenteuerlichen Reisen ins sogenannte Morgenland entdeckten sie außergewöhnliche Dinge: Jahrtausende alte Steinskulpturen, wunderschöne tönerne Gefäße und Vieles mehr. Sie fanden aber auch alte, vergessene Symbole und Zeichen, Zeugen längst untergegangener Sprachen, die fast niemand mehr kennt. In der Ausstellung „Die Morgenländer“ machen wir uns auf die Suche danach. Bei einer gemeinsamen Rundreise durch die Ausstellung wollen wir einige davon mit euch entdecken und dann gleich ausprobieren. Habt ihr Lust? Dann besucht uns doch! Immerhin ist es ja auch heute noch so, mehrere Sprachen zu sprechen, verschiedene Zeichen zu kennen, ist ein echter Gewinn.

Ohne Angst verschieden sein
Alter: ab 12 Jahren | 04. März 2026, Beginn: 11:00 Uhr | Dauer: 2 St. | TP: Kasse Jüdisches Museum

Ein Workshop über Identität, soziale Ungleichheit und Diversität
Wir setzen uns spielerisch mit der eigenen Identität und damit einhergehenden Privilegien aber auch sozialen Ungleichheiten auseinander. Wir öffnen den Raum, über Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus zu sprechen, zu reflektieren und gemeinsam das Bild einer diskriminierungskritischen Gesellschaft zu entwerfen, in der alle #ohneAngstVerschiedenSein können.

 

 

Workshops zur Dauerausstellung

Georgias Abenteuer_Foto_Dietmar_Walser_024Bellas Abenteuer
Alter: 5-8 Jahre | Dauer: 1,5 Stunden
Bella ist unsere betagte Museumshündin. Sie kennt das Haus in- und auswendig und erzählt uns von ihren Abenteuern, die sie im Museum erlebt hat. Kommt mit ihr auf Entdeckungsreise in die Villa Heimann-Rosenthal!

Ratekoenig_Foto_Dietmar Walser_008Der Ratekönig
Alter: 6-12 Jahre | Thema: Jüdisches Hohenems, Schwerpunkt Religion wählbar| Dauer: 1,5 Stunden
Objekte nur zum Anschauen? Wir haben auch welche griffbereit: unter einer Decke zum Fühlen und Erraten. In der Ausstellung entdecken wir die Gegenstände dann wieder und reden über jüdisches Leben in Hohenems. Und wie koschere Gummibärchen schmecken finden wir auch heraus!

Im Rampenlicht_Foto_DietmarWalser_023Im Rampenlicht
Alter: 6-12 Jahre | Thema: Jüdisches Hohenems | Dauer: 1,5 Stunden
Die Kinderstationen des Museums laden zu einer Vorstellung ein. Sie flackern und leuchten und erzählen uns diverse Szenen aus dem jüdischen Hohenems von damals und heute.

Kreise ZiehenKreise Ziehen
Alter: 12-19 | Schwerpunkt: Jüdisches Hohenems | Dauer: 1,5 Stunden
Im Museum ziehen verschiedenste Persönlichkeiten ihre Kreise: Fabrikanten, Gastwirtinnen, Musiker und Hausiererinnen. Sie erzählen uns ihre Geschichten und dadurch wird auch die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Hohenems greifbar.

Vom Feiern und FastenVom Feiern und Fasten
Alter: 12-19 | Schwerpunkt: Jüdische Religion | Dauer: 1,5 Stunden
Wir ergänzen die historischen Objekte der Dauerausstellung mit neuen, lustigen und kitschigen Dingen der religiösen Gegenwart. Dabei wird der Hintergrund der jüdischen Feste vermittelt. Was kennt ihr aus eurem eigenen Erleben? Wo findet ihr Bekanntes, was ist ganz neu?

Kein ZurückKein Zurück
Alter: 12-19 | Schwerpunkt: Nationalsozialismus, Holocaust | Dauer: 2 StundenIn einem ersten Teil erarbeiten wir in kleinen Gruppen anhand von Primärquellen Biografien von jüdischen Menschen, die 1938 in Hohenems und Vorarlberg lebten. In der Dauerausstellung stellt ihr eure Forschungsergebnisse vor, hier sehen wir auch einige der originalen Dokumente. Zum Abschluss werfen wir einen Blick ins Zentrum des jüdischen Viertel von Hohenems. Die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Synagoge reicht über 250 Jahre und hilft uns, die erarbeiteten Biografien in ein größeres Bild einzuordnen.

Mehr Information zur Dauerausstellung 

 

Rundgang „Fluchtwege“

Besichtigungsangebote Fluchtwege

Fluchtwege. Flucht in die Schweiz 1938–1945
Alter 12-19 | Thema: Flucht in die Schweiz | Dauer: 2,5-3 Stunden

1938 versuchten viele jüdische Flüchtlinge den Gräueln des Nationalsozialismus zu entkommen. Ihren Spuren folgen wir bei einem Spaziergang vom Jüdischen Museum Hohenems zur und über die Schweizer Grenze.

Mehr Information über den Rundgang „Fluchtwege“ 

 

Rundgang im Jüdischen Viertel

Verborgenes im Jüdischen Viertel
Alter: 6-12 Jahre | Thema: Jüdisches Hohenems | Dauer: 1,5 Stunden

Mit einem Rucksack voller Dinge und einem Plan vom Viertel gehen wir auf Entdeckungstour. Mit allen Sinnen und den Gegenständen im Rucksack erkunden wir gemeinsam die Geschichten des Jüdischen Viertels. Dabei spähen wir durchs Fernglas, hören Musik, riechen, zeichnen, schreiben und rätseln.

Rundgang im Jüdischen Viertel
Alter: 12-19 | Jüdisches Hohenems | Dauer: 0,5 bis 1 Stunde
Für Schüler*innen ab der 7. Schulstufe bieten wir Rundgänge durch das Jüdische Viertel an. Synagoge, Mikwe, Schule und Armenhaus – die zentralen Orte der jüdischen Gemeinde sind bis heute erhalten und bilden zusammen mit der Marktstraße das urbane Zentrum von Hohenems. Mit einem Workshop in der Dauerausstellung verbindet sich ein halbstündiger Rundgang zu einer bereichernden Erfahrung. Objekte und Inhalte aus der Dauerausstellung verknüpfen sich im Jüdischen Viertel mit einem konkreten Ort, der Stadtraum wird zum erlebten Geschichtsraum. Auf Wunsch können auch einstündige Viertelrundgänge für Schulklassen gebucht werden.

Mehr Information über das Jüdische Viertel 

 

Rundgang Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof
Südlich von Hohenems, ca. 2 Kilometer vom Jüdischen Museum Hohenems entfernt, liegt der Friedhof der Jüdischen Gemeinde. 370 Gräber sind erhalten geblieben, sie erzählen uns von der Entwicklung der jüdischen Gemeinde Hohenems. Der jüdische Friedhof ist gut mit dem öffentlichen Nahverkehr bzw. dem Fahrrad erreichbar.

Mehr Information über den Jüdischen Friedhof 

 

Filmvorführung „Wo ist Anne Frank“ im Cineplexx Hohenems und begleiteter Rundgang zum Thema „Flucht in die Schweiz 1938 – 1945“Wo ist Anne Frank
Der Animationsfilm „Wo ist Anne Frank“ erzählt aus einer neuen Perspektive die Geschichte des deutsch-jüdischen Mädchens Anne Frank, das während des Zweiten Weltkriegs im Versteck in Amsterdam Tagebuch führte. Das Tagebuch, das zwei Jahre nach ihrem Tod im Jahr 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen, veröffentlicht wurde, ist weltberühmt geworden. Regisseur Ari Folman erweckt die Geschichte von Anne Frank neu zum Leben und erinnert, dass ihre Botschaft auch in der heutigen Flüchtlingskrise nicht an Aktualität eingebüßt hat. 

 

 

Preise und Kombinationsmöglichkeiten

Ein Workshop im Museum kann für alle Schülergruppen mit einem Besuch des Jüdischen Viertels und/oder des Jüdischen Friedhofs kombiniert werden. Auch separate und längere Buchungen für einen Rundgang auf dem jüdischen Friedhof sind möglich.

1,5 Stunden:
Workshop Dauerausstellung
€ 4,50 pro Person | Mindestpreis € 45,-

2 Stunden:
Workshop Aktuelle Ausstellung
Workshop Dauerausstellung + Rundgang Viertel  

2,5 Stunden:
Workshop Dauerausstellung + Rundgang Friedhof 
€ 5,50 pro Person | Mindestpreis € 55,-
Fluchtwege
€ 5,50 pro Person | Mindestpreis € 55,-

3 Stunden:
Workshop Dauerausstellung + Rundgang Viertel und Friedhof
€ 5,50 pro Person | Mindestpreis € 55,-

Für Schulklassen aus unseren Fördergemeinden sind alle Programme und Workshops im Jüdischen Museum Hohenems kostenlos!
Unsere Fördergemeinden in alphabetischer Reihenfolge:
Altach, Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Hohenems, Lustenau

 

Kultur-Abo im Jüdischen Museum Hohenems

Das Kultur-Abo bietet die Möglichkeit, über einen Zeitraum von einem Semester an vier Terminen mit den Inhalten des Museums vertieft in Kontakt zu kommen. Für einen gemeinsamen Start kommt eine Vermittler*in des Museums an die Schule, die drei witeren Termine finden in und rund ums Jüdische Museum statt. Wir haben zwei verschiedene Abo-Pakete geschnürt:

Spurensuche-Abo (8-12 Jahre)
1. Kennenlernen in deiner Schule
2. Erkundung der Villa Heimann-Rosenthal
3. Mit dem Rucksack durchs Jüdische Viertel
4. Besuch des jüdischen Friedhofs

Geschichte-Abo (13-19 Jahre)
1. Kennenlernen in deiner Schule
2. Workshop im Jüdischen Museum, Schwerpunkt: Diversität und Migration
3. Besuch des jüdischen Viertels und des jüdischen Friedhofs
4. Rundgang zur Schweizer Grenze zum Thema Flucht

In Kooperation mit Double Check  ist das gesamte Angebot für Vorarlberger Schulklassen gratis! Wir haben pro Schuljahr Platz für vier interessierte Gruppen.

 

Freifahrt zur KulturMit der „Freien Fahrt zur Kultur“ geht es für alle Vorarlberger Schulklassen einfach und unkompliziert zu Kunst und Kultur im ganzen Land – und natürlich ins Jüdische Museum Hohenems! Ein tolles Angebot von Double-Check in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem Vorarlberger Verkehrsverbund.

Information, Angebote und Fahrtbuchung