Fluchtwege
An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945

Fluchtwege. Flucht in die Schweiz 1938–1945
Dauer des Rundgangs: 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 4 Kilometer

Hohenems ist im Jahr 1938 ein mögliches Tor in die Freiheit für jüdische Flüchtlinge. Viele versuchen hier den Gräueln des Nationalsozialismus zu entkommen und wagen zuerst legal, bald aber illegal die Flucht in die Schweiz. Ihren Spuren folgen wir bei einem Spaziergang vom Jüdischen Museum Hohenems zur und über die Schweizer Grenze.
Audio-Interviews von damaligen Flüchtlingen und Fluchthelfern begleiten uns auf dem Weg. Wir hören von persönlichen Fluchtgeschichten, aber auch vom schwierigen neuen Leben nach einer gelungenen Flucht. Auch zu Wort kommen Leute, die damals bereit waren, diesen Flüchtlingen zu helfen und dafür – wie zum Beispiel der St. Galler Polizeikommandant Paul Grüninger – ihre eigene Zukunft aufs Spiel setzten.

Dieses Angebot ist nur im Rahmen eines geführten Rundgangs möglich. Der Weg führt vom Jüdischen Museum Hohenems bis an den Alten Rhein und über die Staatsgrenze in die Schweiz. Von dort geht es über die Paul-Grüninger-Brücke retour zum Endpunkt der Führung beim Zollamt Hohenems. Insgesamt ca. vier Kilometer Wegstrecke.
Wichtig: Ein gültiges Reisedokument muss mitgeführt werden.

Dramapädagogisches Vermittlungsprogramm
für alle ab 12 Jahren
Bei diesem Rundgang werden Zeitzeugen-Interviews, historische Aufnahmen und der geschichtliche Input der VermittlerInnen mit einfachen, kurzen Aktivitäten der Gruppe ergänzt, die von den VermittlerInnen angeleitet werden. Auf einfache und sehr eindrückliche Weise entstehen empathische Erfahrungen, die lange nachhallen. Die TeilnehmerInnen bekommen eine Ahnung davon, wie es sich anfühlt, wenn man an einem Ort nicht bleiben kann. Wie es sich anfühlt, wenn Überleben nur von glücklichen Zufällen abhängt. Oder vor welchen schwerwiegenden Entscheidungen Fluchthelfer standen. Ein Anknüpfungspunkt für aktuelle Diskussion zum Thema Flucht – für Schulklassen und Erwachsene.