Jüdisches Viertel
Ein Ensemble von kultureller Bedeutung

Das ehemalige Jüdische Viertel in Hohenems ist ein fast lückenlos erhaltenes Ensemble mit jüdischer Geschichte. Im Jahr 1996 erfolgte die Unterschutzstellung der wesentlichsten Teile durch das Bundesdenkmalamt. Zusammen mit der ehemaligen Christengasse bildet das ehemalige Jüdische Viertel den urbanen Kern von Hohenems. Der historische Baubestand des Stadtzentrums ist ein kulturhistorisches Zeugnis für die jahrhundertelange Koexistenz von zwei Traditionsgemeinschaften – der christlichen und der jüdischen – in diesem Ort.

Der heutige Baubestand geht auf das ausgehende 18. und das 19. Jahrhundert zurück. Erhalten sind – neben den Wohnhäusern der jüdischen Familien – alle Gebäude, die den religiösen oder sozialen Gemeindefunktionen dienten: Synagoge, Mikwe (Ritualbad), Schulhaus und Armenhaus.

Eine Führung durch das ehemalige Jüdische Viertel kann verschieden lang ausfallen – je nachdem, ob sie mit anderen Besichtigungsangeboten kombiniert wird oder nicht. Folgende Schwerpunktsetzungen sind möglich: Alltag und Biografien, NS-Zeit und Erinnerungskultur, Religion und Tradition, Literarische Spuren im Viertel.