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Das Ende der Zeitzeugenschaft?10. November 2019 bis 22. März 2020

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die Ausstellung setzt sich mit der Thematisierung der gesellschaftlichen Position Holocaustüberlebender und deren Erinnerung an die Shoa sowie der institutionellen Bewahrung dieser Erinnerung zu einer Zeit auseinander, in der nur noch wenige Menschen diese Zeitzeugenschaft ablegen können.

Was erwarten die Rezipierenden, wenn sie sich der individuellen Erinnerung an den Holocaust annähern und wie ist diese Erwartung der eigentlichen Funktion von Erinnerung und Erinnerungsprozessen gegenüber zu bewerten? Wie hat sich die Funktion der Zeitzeugenschaft in den letzten Jahrzehnten verändert? Wie schafft man ein Bewusstsein dafür, dass Interviews etwas „Gemachtes“ sind und wie gehen gesellschaftliche Institutionen mit der absehbaren Verschiebung der Deutungshoheit in Bezug auf erzählte Erinnerung um?

Diese Fragen und der dezidierte Blick auf ein zukünftiges gesellschaftliches Bewusstsein für die Komplexität der Zeitzeugenschaft und ihres Vermächtnisses greifen den zeitgenössischen Diskurs über die Erinnerung und Erinnerungsbewahrung an den Holocaust auf und gestalten ihn gleichzeitig weiter mit.