Mo, 13. Mai 2019, 19:30-21:00 Uhr You Cannot Kill a City in a Single Day. The Destruction of Manschieh Vortrag von Or Aleksandrowicz (Tel Aviv/Haifa), in englischer Sprache

In seinem Vortrag widmet sich Or Aleksandrowicz einer beinahe unbekannten Episode in der Geschichte von Jaffa und Tel Aviv. Eine Geschichte, die das zerstörerische Potenzial modernistischer städtebaulicher Ideen demonstriert. Im Juli 1948, wenige Wochen nach dem Ende des Bürgerkriegs zwischen Jaffa und Tel Aviv, begann die Stadtverwaltung von Tel Aviv mit dem Abbruch großer Teile des Stadtteils Manschieh in Jaffa, ein Viertel, das eine lange Grenze zu den südlichen Stadtteilen Tel Avivs aufwies. Die Operation war Teil eines geplanten großstädtischen Wiederaufbauplans für das südliche Tel Aviv, ein Schlüsselelement in den laufenden Bemühungen des Bürgermeisters von Tel Aviv um die „Modernisierung“ der gesamten Stadt. Diese Aktionen waren offensichtlich rechtswidrig, und wurden als dringende Maßnahme zur Gewährleistung der „Sicherheit“ gegen feindliche Angriffe dargestellt und begründet. Die Zerstörungen führten zu einer unheilbaren Wunde im Gefüge der beiden Städte, die Tel Aviv und Jaffa bis heute voneinander getrennt hält. Or Aleksandrowicz ist Architekt, Forscher, Redakteur, Übersetzer und Mitglied der Fakultät für Architektur und Stadtplanung des Technions in Haifa. Seine Forschungsschwerpunkte sind vielfältig und umfassen Stadtgeschichte, Geschichte der Architektur und Architekturtechnologie, regionale, traditionelle und nachhaltige Architektur, Bauwissenschaft und -technologie, Bauphysik und städtisches Mikroklima. Ein Vortrag im Begleitprogramm zur Ausstellung „All About Tel Aviv-Jaffa. Die Erfindung einer Stadt“

  Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems
+43 (0)5576 73989-0
office@jm-hohenems.at 



Eintritt € 8,-/5,-

Keine Reservierung erforderlich


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