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Di., 27. Jan. 2026, 19:00-21:00 Uhr
Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist?
Lesung und Gespräch mit Nadine Olonetzky, Moderation: Barbara Thimm Nadine Olonetzkys Recherche zeigt, dass die Wunden der Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinreichen. Eine vielstimmige Zeitgeschichte und eine ergreifende Reflexion über Schweigen und Erinnern.
Die Familie ihrer Mutter hinterlässt Erinnerungen, Erbstücke und Geschichten. Von der jüdischen Familie des Vaters bleibt lediglich ein kleines Foto. Nur ein einziges Mal erzählte ihr der Vater von dem, was während der Shoah mit ihm und seiner Familie geschehen war – auf einer Parkbank im Botanischen Garten in Zürich. Da ist Nadine Olonetzky fünfzehn, und ihr Vater mittlerweile Grafiker und Amateurfotograf, der alles festhalten muss, bevor es verschwindet. Jahrzehnte später stösst sie auf Berge von Akten und erfährt, was ihre Eltern so lange vor ihr geheim gehalten hatten. Ausgehend vom Gespräch auf der Parkbank spannt Nadine Olonetzky einen Bogen von der Geschichte ihrer aus Odessa stammenden Familie über die Kriegsjahre und den jahrelangen Kampf ihres Vaters um die sogenannte »Wiedergutmachung« bis in die Gegenwart. Eindringlich, nah und mit lakonischem Witz erzählt sie, wie sich das Geschehene und das Wissen und Nichtwissen darum auf ihr Leben auswirkte, und stellt die Fragen, die sie ihrem Vater nie stellen konnte.
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Museum Prestegg Rabengasse 3, 9450 Altstätten info@prestegg.ch ► Eintritt: 12 CHF Daten in Kalender übernehmen ►
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