Do., 25. Juni 2026, 19:30-21:00 Uhr Nofretetes Weg zur globalen Ikone – 1924–2024 Vortrag und Gespräch mit Sebastian Conrad (Berlin)

Der Vortrag widmet sich der außergewöhnlichen globalen Karriere der Büste der Nofretete seit ihrer Entdeckung (1912) und ersten Ausstellung (1924). Er zeigt, wie ein altägyptisches Kunstwerk zu einer weltweit bekannten Ikone wurde und welche historischen Umstände diesen Wandel ermöglichten. Im Mittelpunkt stehen die Wege, auf denen Nofretete durch Museen, Medien und politische Debatten zirkulierte, sowie die Auseinandersetzungen um Besitz, kulturelles Erbe und Rückgabe. Anhand dieses prominenten Objekts macht der Vortrag sichtbar, wie globale Verflechtungen, Machtverhältnisse und kulturelle Bedeutungszuschreibungen Geschichte prägen. Prof. Dr. Sebastian Conrad studierte Geschichte, Japanologie und Volkswirtschaftslehre in Bonn, Osaka und Berlin. Seine Dissertation von 1999 zum Vergleich der Geschichtsschreibung in Japan und der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 wurde ausgezeichnet. Seit 2010 lehrt er als Universitätsprofessor für Neuere Geschichte mit den Schwerpunkten Global History, (Post-)colonial History und Intellectual History an der Freien Universität zu Berlin. Autor u. a. von „Die Königin. Nofretetes globale Karriere“ Propyläen Verlag, Berlin 2024. © Foto: Martin Funck, www.martinfunck.com Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden“, 16. November 2025 bis 4. Oktober 2026 Tigelbild (Ausschnitt): Buchcover von „Die Königin. Nofretetes globale Karriere“ Propyläen Verlag, Berlin 2024

 
Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems
+43 (0)5576 73989-0
office@jm-hohenems.at 



Eintritt: € 11,-/8,-

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