Do., 03. Dez. 2026, 18:30-20:00 Uhr Frieden. Eine reale Utopie Die Autorin und Aktivistin Joana Osman (München) im Gespräch mit Franziska Völlner (Hohenems)

In der Reihe Muslimisch-Jüdische Beziehungen I Teil 8 Weltweit geraten Gesellschaften aus dem Gleichgewicht – innerlich zerrissen durch Debatten über Schuld und Wahrheit. Doch was wäre, wenn wir die Kraft von Erzählungen neuentdecken würden – nicht als Waffen im Meinungskampf, sondern als Brücken zwischen Menschen? Joana Osman, Tochter eines palästinensischen Vaters, weiß um die Kraft von Narrativen und zeigt, wie Geschichten nicht nur spalten, sondern auch verbinden können – als Grundlage einer neuen, radikal empathischen Welt. Osman reflektiert über ihre friedensaktivistische Arbeit und bringt das entscheidende Defizit auf den Punkt: Erst wenn wir bereit sind, die Perspektiven und Traumata der »anderen Seite« zu sehen, können wir einander wirklich begegnen. Ein interventionistischer Essay, der die Utopie Frieden neu denkt – und uns Hoffnung schenkt. Im mittlerweile achten Teil der Gesprächsreihe „Muslimisch-Jüdische Beziehungen“, die im Semester 2026/2027 unter dem Rahmen des Friedens steht, setzen wir uns nach der Lesung ausgewählter Passagen des Buches Frieden. Eine reale Utopie im Dialog miteinander mit der Frage auseinander, was Frieden eigentlich im Kleinen wie im Großen bedeuten kann und wie wir ihn aus- und verhandeln können. Die Autorin Joana Osman, geboren 1982, ist die Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie studierte Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und war 2012 Mitbegründerin der Friedensbewegung »The Peace Factory«. Ihr Debütroman »Am Boden des Himmels« erschien 2019. Joana Osman arbeitet als Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Moderation Franziska Völlner, MA studierte Politikwissenschaften, Europäische Ethnologie sowie Gender Studies und promoviert derzeit zu (Nicht-)Beheimatungs- prozessen fluchtMigrierter Frauen. Seit Oktober 2024 setzt sie als Leiterin der Projektstelle #OhneAngstVerschiedenSein Workshops zu Identität(en), Zugehörigkeit(en), Antisemitismus und (antimuslimischem) Rassismus im Kontext des Nahostkonflikts um. Das Buch Joana Osman: Frieden. Eine reale Utopie 2025, Penguin Verlag, ISBN: 978-3-328-60456-3 Eine Veranstaltung von Ohne Angst verschieden sein (#OAVS) Antisemitismus- und rassismuskritische Bildung am Jüdischen Museum Hohenems Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung     Titelfoto: Joana Osman, ©Mica Zeitz  

 
Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems
+43 (0)5576 73989-0
office@jm-hohenems.at ►



Eintritt frei!

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