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So., 05. Juli 2026, 11:30-12:30 Uhr
Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden
Öffentliche Führung zur aktuellen Ausstellung Mit der Ausstellung „Die Morgenländer“ blicken wir auf die Entstehung der Orientwissenschaften im 19. Jahrhundert. Und machen eine überraschende Erkenntnis stark: die Entwicklung der Islamwissenschaften, der Arabistik und der Orientalistik war eng mit der Wissenschaft des Judentums, mit Emanzipation und Reform verbunden. Die neuen Orientwissenschaften waren Schauplatz einer jüdischen Suche nach den eigenen Ursprüngen: Mit selbstbestimmtem Blick die Quellen der eigenen Kultur und Geschichte zu erforschen, diente auch dem Versuch, sich aus der diskriminierenden Umklammerung in einer christlichen Gesellschaft zu befreien. Dass aus dieser Perspektive der Islam und die arabische Welt keineswegs als feindlich-exotischer „Anderer“ Europas erschien, sondern als Quelle auch der europäischen Kultur, stellt so manche Stereotypen der Gegenwart produktiv in Frage, xenophobe Vorstellungen genauso wie postkoloniales schwarz-weiß Denken. Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden, eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems, 16. November 2025 bis 4. Oktober 2026 Titelbild (Ausschnitt): Gipsbüste der Nofretete mit Make-up von Loni Baur in der Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin, Foto: Fabian Fröhlich. |
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