Do, 27. Feb 2020, 19:30-21:00 Uhr Arthur und Lilly: Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende Lesung und Gespräch mit Lilly Maier (München)

„Ich hatte ein tolles Leben“, erzählt Arthur Kern und meint seine Kindheit in Wien – bis zu jenem Moment, als er 1939, gerade mal zehn Jahre alt, jäh von seiner Familie getrennt wurde. In der Hoffnung, ihn vor dem Holocaust zu bewahren, schickten ihn seine jüdischen Eltern mit einem Kindertransport in die Fremde – ein traumatisches Erlebnis für den Zehnjährigen. Zwar konnte er sich über Frankreich nach Amerika retten, doch seine Familie hat er nicht mehr wiedergesehen. In Form einer historischen Reportage folgt das Buch den Lebens- und Fluchtstationen Arthur Kerns. Ergänzend erzählt die Autorin sehr persönlich, wie sich das Leben der Familie Kern wieder mit der alten Heimat verflochten hat: Durch die enge Freundschaft zu Lilly Maier, einer nicht-jüdischen Österreicherin, fanden die Kerns einen neuen Zugang zu ihrer eigenen Familiengeschichte. Lilly Maier studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus. Seit 2012 arbeitet sie als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Seit zehn Jahren arbeitet sie als freiberufliche Journalistin für eine Reihe von Medien in Deutschland, Österreich und Amerika, unter anderem für FOCUS Online, Kurier, The Forward, The Columbus Dispatch, Die StadtSpionin und PolitiFact.com. Derzeit promoviert Lilly Maier am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur in München über Frauen als Retterinnen von Juden während der Shoah. Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“

  Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems
+43 (0)5576 73989-0
office@jm-hohenems.at 



Eintritt: € 8,-/5,-

Keine Reservierung erforderlich


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