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So., 15. Nov. 2026, 11:00-12:30 Uhr
Alles Vergessen
Ausstellungseröffnung Immer wieder wird es beschworen: das Erinnerungsgebot als Kennzeichen jüdischer Kultur. Doch gibt es nicht auch ein Gebot des Vergessens? Gibt es ein Recht auf Vergessen? Und wieviel Vergessen steckt in jedem Erinnern? Wieviel Verdrängung steckt in jeder Interpretation, jedem Gebrauch von „Geschichte“? Ohne Erinnerung gibt es keine Identität – doch gilt nicht das Gegenteil genauso? Jede Erinnerung setzt sich an den Platz einer anderen möglichen Erinnerung. Das, was uns ausmacht, was uns in der Vergangenheit geprägt hat, wird ebenso zu unserer eigenen Identität, wie die Lücken und Auslassungen, das Vergessene. Gerade Museen sind mit dem Anspruch verbunden, zu bewahren und zu erinnern. Und damit auch, zu entscheiden was bewahrt wird und was nicht. Wie gehen also Museen, und erst recht, wie gehen Jüdische Museen mit dem Vergessen um? Was wird gesammelt, was entsorgt? Was wird ausgestellt, und was wird nicht einmal inventarisiert? Ausgehend von der Bedeutung, die das Vergessen für jeden Einzelnen hat, beschäftigt sich diese Ausstellung mit den unterschiedlichen Aspekten des Vergessens, zwischen Trauma und Befreiung, Auslöschung und Selbstermächtigung. Kuratorinnen Daniela Pscheiden (Jüdisches Museum Wien) Dinah Ehrenfreund (Jüdisches Museum Hohenems) Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems, 15. November 2026 bis 03. Oktober 2027 |
Salomon Sulzer Saal Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems +43 (0)5576 73989 office@jm-hohenems.at ► Daten in Kalender übernehmen ►
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