Ihr Besuch

Hier erfahren Sie alles über Ihren Besuch im Jüdischen Museum Hohenems: Informationen für Ihre Anreise, Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Gruppenangebote, Öffentliche Führungen und die aktuellen Corona-Informationen.

Bibliothek

Das Jüdische Museums Hohenems unterhält eine Fachbibliothek mit rund 12.000 Bänden, darunter auch mehrbändige Zeitschriften und Buchreihen. Thematische Schwerpunkte sind jüdische Regionalgeschichte, jüdische Volkskunde und Religion, Wissenschaft des Judentums sowie Zionismus, und die Geschichte Israels, aber auch Antisemitismus und Holocaust. Zudem ist eine beträchtliche Anzahl an Nachschlagewerken, Ausstellungskatalogen sowie Zeitschriften und Arbeitsbestände zu den Themen der Museumsprojekte einzusehen.

Sonntag 5. Nov 2023, 16.00 Uhr

Performance mit Stella Myraf Krausz, Vortrag und Gespräch mit Elina Kränzle und Kurt Greussing

Performance Treffpunkt: 16.00 Uhr am Gefallenendenkmal neben der Pfarrkirche St. Karl Borromäus Auf zur Heldendämmerung! Eine performative Intervention in die überfällige Tradition des „Heldengedenkens“ mit Stella Myraf Krausz (Performance) und Leah Dorner (Arrangement). Vortrag und Gespräch Ort: Jüdisches Museum Hohenems, Dachgeschoss Elina Kränzle (Stadtforscherin) spricht über die jährlich stattfindenden Erinnerungs-Performances an geschichtsrevisionistischen Kriegerdenkmälern und diskutiert mit Kurt Greussing (Sozialwissenschaftler) Problem- und Leerstellen der Vorarlberger Denkmal- und Erinnerungskultur. Moderation: Arnon Hampe (Jüdisches Museum Hohenems)

3. & 4. November um 20 Uhr, Löwensaal Hohenems

Sturmzeit. Sabina Hank & Michael Köhlmeier erzählen die Geschichte von Jura Soyfer
Special Guests: Tini Kainrath & Reinhold Bilgeri

Unter dem Motto „Sturmzeit“ zelebriert das Jüdische Museum Hohenems die Geschichte und das Werk eines schreibenden Aktivisten und hellsichtigen Lyrikers – mit einer berührenden Performance, die literarische und musikalische Akzente zu einem vielstimmigen Gesamtkunstwerk vereint.

Sabina Hank, “The Austrian Answer to Norah Jones.” (Concerto) und Michael Köhlmeier, einer der begnadetsten Erzähler im deutschen Sprachraum widmen diesen Abend dem Dichter und Aktivisten Jura Soyfer. Hochkarätige musikalische Unterstützung erhalten sie durch Tini Kainrath und Reinhold Bilgeri.

Michael Köhlmeier erzählt in seiner unvergleichlichen Art die Lebensgeschichte eines bemerkenswerten Schriftstellers und politischen Aktivisten, der 1912 in der Ukraine in eine Welt von Revolution und Gegenrevolution, Internationalisierung und globalisierter Gewalt hineingeboren wurde. In seinen Gedichten und Kabarettstücken hatte er immer wieder vor dem „Weltuntergang“ des heraufziehenden Faschismus gewarnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich versuchte er vergeblich über Vorarlberg in die Schweiz zu fliehen und wurde im Montafon kurz vor der Grenze verhaftet. Mit nur 26 Jahren starb er 1939 im Konzentrationslager Buchenwald. Das kurze Leben eines hellsichtigen Dichters auf der Flucht.

Bereits 2005 hat Sabina Hank die Texte von Jura Soyfer erstmals vertont. Als Impulsgeber und virtuoser Interpret stand ihr damals Willi Resetarits zur Seite,dessen Geist auch heute noch in den „Abendliedern“ spürbar wird. Lieder über das Auswandern, das Weiterwandern in der Landschaft, Lieder über das Aus der Welt Wandern. Aus den Gedichten des österreichischen Schriftstellersentsteht ein wunderbarer, eigenwilliger Reigen. Sabina Hank schafft Klangbilder, die an die Seele rühren, musikalisch begleitet wird sie von einer erstklassigen Band, mit Reinhold Bilgeri und Tini Kainrath bekommt sie gesangliche Unterstützung von zwei der besten Sänger*innen des Landes.

Tickets
€ 30,– regulär
€ 22,– ermäßigt für Jugendliche bis 18, Studierende, Präsenz- & Zivildienstleistende, Pensionist:innen, Mitglieder des Fördervereins des Jüdischen Museums Hohenems und Ö1-Club-Mitglieder.

Tickets online kaufen:

Für Freitag, den 3.11.2023, sind keine Tickets mehr erhältlich!

Ticketkauf für Samstag, 4.11.2023, 20 Uhr, Löwensaal Hohenems 

 

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems
mit freundlicher Unterstützung von Collini, Illwerke vkw Vorarlberger Kraftwerke AG, Jäger Bau, GreCo, Ö1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

museumdenken

Der 34. Österreichische Museumstag fand von 11.–14. Oktober 2023 in Bregenz, Dornbirn und Hohenems statt. Veranstalter waren die Teams des vorarlberg museums  und der inatura .

In diesem Jahr richtete museumdenken  zum Ausklang des Österreichischen Museumstags 2023 in Kooperation mit dem Österreichische Museumsbund  und der CampusVäre  in Dornbirn eine Veranstaltung zum Thema Museum / Demokratie aus.

Eingeladen waren Teilnehmer:innen des Museumstages sich mit uns gemeinsam Fragen nach Demokratie und Museum zu stellen: Wie steht es um das Verhältnis von Demokratie und Museum? Kann es nur innerhalb demokratisch verfasster Gesellschaften demokratische Museen geben? Und genügt es schon, dass demokratische Staaten Museen betreiben, um sie als demokratisch zu verstehen? Wie demokratisch sind also die Werte, die das Museum produziert und vertritt angesichts dieser massiven sozialen Dimension? Welche Formen der Beteiligung entwickeln Museen und wie tief reichen die partizipatorischen Projekte? Wo ist der „Demos“, der das Museum trägt, am Museum beteiligt, außer im Modus des Konsums? Wie politisch können oder müssen Museen in einer demokratischen Gesellschaft sein? Was leisten Sie für eine Demokratie, die von außen wie von innen als bedroht wahrgenommen werden muss? Wie reagieren sie auf Zerfallserscheinungen demokratischer Öffentlichkeit und auf gesellschaftliche Polarisierung?

Der erste Impulsgeber, Prof. Anselm Franke (Zürcher Hochschule der Künste), ging in seinem Vortrag auf die Zusammenhänge von Revisionismus, Menschenrechte und Multiperspektivität ein.
Hier geht es zum Video. 

Dr. Angela Jannelli (Historisches Museum Frankfurt) zeigte in ihrem Impulsvortrag zu Demokratie, Partizipation, Museum und dem Wir-Gefühl fünf Beobachtungen aus der Museumspraxis auf.
Hier geht es zum Video. 

Und im Anschluss diskutierte Moderatorin Bettina Steindl (CampusVäre) mit Gottfried Fliedl (museumdenken), Georg Hoffmann (Heeresgeschichtliches Museum), Sibylle Dienesch (Graz Museum) und Eva Grabher (okay.zusammenleben) über Museum und Demokratie.
Hier geht es zum Video. 

Die Veranstaltung „Museum / Demokratie“ ist in Kooperation mit der CampusVäre Dornbirn und als Programmteil des 34. Österreichischen Museumstages (11.-14.10.2023 in Bregenz, Dornbirn, Hohenems) entstanden. Wir bedanken und bei allen Teilnehmer:innen und Vortragenden sowie unseren Kooperationspartnern für den wunderbaren Vormittag in Dornbirn.

Wer sich weiter über das Projekt museumdenken informieren möchte, findet hier  weitere Informationen zu Mission Statement, Inhalten, Projekten, etc.

Das Team rund um museumdenken, Gottfried Fliedl, Hanno Loewy und Anika Reichwald, freut sich über Ihr / dein Interesse!

Sa 07. Oktober 2023, 18.00-1.00 Uhr

Kurz-Führungen durch die Dauerausstellung und die aktuelle Ausstellung „A Place of Our Own“, Familienprogramm und Livemusik mit Andreas Paragioudakis & Christos Stertsos

 

Sonntag, 24.9.2023 – kostenlose Führungen und freier Eintritt ins Museum!

denkmal [er : sie : wir] leben
Worüber Kriegerdenkmale nicht erzählen:
Der „Heldenhof“ bei der Pfarrkirche Sankt Karl


Öffentliche Führungen:
So, 24. Sep 2023, 11:00-12:00 Uhr 
So, 24. Sep 2023, 14:00-15:00 Uhr 

Kriegerdenkmale findet man beinahe in jedem Ort in Vorarlberg. Oft wurden sie im Bereich des Friedhofs aufgestellt. Auch in Hohenems wurde 1936 entlang der Längswand der örtlichen Pfarrkirche ein „Heldenhof“ auf einem aufgelassenen Teil des Friedhofs angelegt. Den Abschluss des Hofs bildet eine Krypta mit der Figur eines liegenden toten Soldaten. Anlässlich der Renovierung im Jahr 1956 wurde dem Denkmal eine Auflistung der Toten und Vermissten des Zweiten Weltkriegs hinzugefügt. Die genannten „Helden und Opfer“ sind Soldaten, gefallen für das „Vaterland“. Ungenannt bleiben Opfer von Vernichtung und Euthanasie, Verfolgte oder zivile Opfer. Hinweise auf Täterschaft fehlen. Jedes Totengedenken im öffentlichen Raum ist auch politisch und Ausdruck seiner Zeit. Heute können Kriegerdenkmale dazu anregen, sich mit der Geschichte, mit den Folgen von Kriegen und seinen Opfern auseinanderzusetzen. Muss dem alten Denkmal dafür eine neue „Zeitschicht“ hinzugefügt werden? In seiner Führung zeigt Johannes Spies Entwicklungs- und Konfliktlinien der Erinnerungskultur bis hin zur Gegenwart auf und spricht über Erinnerungskultur im Jüdischen Viertel von Hohenems.

Johannes Spies, M.Sc. ist Lehrer für Englisch, Geschichte und Politische Bildung, Netzwerk-Koordinator von _erinnern.at_ in Vorarlberg und als Kulturvermittler im Jüdischen Museum Hohenems tätig.

Kinderprogramm: Die Kinderausstellung im Jüdischen Museum oder „Verborgenes im Jüdischen Viertel“ entdecken. Im Jüdischen Museum können Familien den Entdecker-Rucksack kostenlos ausleihen.

Die Führung ist im Rahmen des „Tag des Denkmals“ kostenlos.
Anmeldung ist nicht erforderlich.

Treffpunkt: Pfarrkirche St. Karl, Hohenems – Torbogen zum Heldenhof

Museumsbesuch: Eintritt frei! Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 17 Uhr

 

Fotoausschnitt: Der „Heldenhof“ bei der Pfarrkirche Sankt Karl
Foto: Friedrich Boehringer

19. Sep 2023 um 19:30 Uhr

Anschließend im Gespräch mit Anika Reichwald (Hohenems) | Nicolas Sayegh, ein palästinensischer „Tom Sawyer“, streift mit seinen Freunden durch die sonnenübergossenen Straßen des nach Orangenblüten duftenden Jaffa der 1940er\-Jahre. Doch seine unbeschwerte Kindheit endet abrupt, als im Jahr 1948 seine Familie mit vielen anderen aus einer Stadt flüchtet, die sich ihren neuen jüdischen Herrschern ergibt. „Orangen aus Jaffa“ erzählt vom Leben und der Kultur einer bürgerlichen palästinensischen Familie kurz vor der Besetzung Palästinas und der Staatsgründung Israels, auf eine ganz neue Art. Eine wahre Geschichte und ein Roman gegen das Vergessen. Geschrieben von Nicolas‘ Tochter.

Über die Grenze

Politische Bildung

Mit dem 2022 gestarteten und in der Region bisher einzigartigen Projekt #OhneAngstVerschiedenSein wagen wir uns an einen mitunter komplizierten Themenzusammenhang: Die Herausforderungen des Zusammenlebens in einer sich diversifizierenden Gesellschaft vor dem Hintergrund der europäischen Gewaltgeschichte und einer inklusiven und multiperspektivischen Erinnerungskultur.‍

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