Tue, 13. Dec 2022, 19:30-21:30 Das Theater der Erinnerung herausfordern: Jiddisches Lied jenseits von Kitsch und Stereotyp Ein Vortragskonzert von Benjy Fox-Rosen und Isabel Frey (Wien)

In Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Die Aufführung jiddischer Musik im Nachkriegsdeutschland und -österreich ist mit einer Reihe von Erwartungen und Annahmen über die jüdische Kultur verbunden. In diesem Vortragskonzert setzen sich Isabel Frey und Benjy Fox-Rosen, die sich sowohl in ihrer Forschung als auch der Musik der jiddischen Sprache angenommen haben, mit diesen Erwartungen auseinander. Sie stellen das so genannte „Theater der Erinnerung“ in Frage, in dem jüdische Rollen begrenzt und oft instrumentalisiert werden, um sich in die allgemein vorherrschende kulturelle Erzählung einzufügen. Wir hören an diesem Abend nostalgische jiddische Lieder, unbegleitete Volkslieder, Partisanen- und Widerstandslieder aus der Schoa und am Ende neue jiddische Musik von den Kunstschaffenden selbst. Isabel Frey ist Sängerin jiddischer Lieder und Doktorandin im strukturierten Promotionsprogramm „Music Matters“ an der MDW, der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sowohl ihre Forschung als auch ihre künstlerische Praxis beschäftigen sich mit den politischen Dimensionen des jiddischen Gesangs für die jüdische Identität. Benjy Fox-Rosen ist ein Sänger, Bassist und Komponist, der hauptsächlich im Bereich der jüdischen Musik arbeitet. Er ist Dirigent des Wiener Stadttempelchors und forscht zu jiddischer und jüdischer liturgischer Musik. Im Begleitprogramm zur Ausstellung „Ausgestopfte Juden?“ Geschichte, Gegenwart und Zukunft jüdischer Museen

  Location
Salomon Sulzer Saal
Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems
+43 (0)5576 73989
office@jm-hohenems.at 



Admission: € 18,-/15,-

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