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Eröffnung Stadtarchiv Hohenems am 11. Juni 2026

Eröffnung des Stadtarchivs Hohenems
Do 11. Juni 2026, Rathaus Hohenems, Radetzkystraße 5

Nach mehreren Jahren sorgfältiger Planung ist es nun so weit: Das Stadtarchiv Hohenems öffnet seine Türen. Der Abend bietet die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, Einblicke in die Arbeit der Archive zu gewinnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und diesen wichtigen Schritt für die Stadt Hohenems gemeinsam zu feiern.

ab 16.00 Uhr:
Besichtigung der neuen Archivräume
18.00 Uhr:
Offizielle Eröffnungsfeier mit Grußworten von Bürgermeister
Dieter Egger und Beiträgen von Markus Schmidgall (Vorarlberger
Landesarchiv), Raphael Einetter (Jüdisches Museum Hohenems) und
Martina Luschin (Stadtarchiv Hohenems)
ab 19.00 Uhr:
Gemütlicher Ausklang mit Getränken & kleiner Stärkung

Anmeldung: stadtarchiv@hohenems.at
Mehr Infos unter: Eröffnung Stadtarchiv – Stadt Hohenems 

Im Rahmen des Internationalen Tags der Archive 2026
www.voea.at 

 

Titelbild: „Vor 130 Jahren, im Oktober 1896, bewarb sich Dr. Aron Tänzer mit Erfolg auf die freie Rabbinerstelle in Hohenems. In seiner knapp zehnjährigen Amtszeit prägte er sowohl die Kultusgemeinde als auch die Marktgemeinde maßgeblich. So fertigte er 1903 etwa jenes Archiv-Register an, zu dessen Ausarbeitung er von Bürgermeister August Reis beauftragt wurde.“

Aktuelle Ausstellung – 16. Nov 2025 bis 04. Okt 2026

„Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden“ | 16. November 2025 bis 04. Oktober 2026 | Mit der Ausstellung „Die Morgenländer“ schauen wir auf die Entstehung der Orientwissenschaften im 19. Jahrhundert und machen eine überraschende Erkenntnis stark: Die Entwicklung der Islamwissenschaften, der Arabistik und der Orientalistik war eng mit der Wissenschaft des Judentums, mit Emanzipation und Reform verbunden.

„Hin und weg. Über jüdische Reisende“

Anmeldung möglich bis 31. Mai 2026

Neues Vermittlungsangebot

Jüdische Frauen in Hohenems Öffentliche Führung mit Gabriele Morscher (Dauerausstellung und Viertel)

Termine:
So 17. Mai 2026, 10:30-12:00 Uhr, mehr 
So 28. Juni 2026, 10:30-12:00 Uhr, mehr 
So 20. September 2026, 10:30-12:00 Uhr, mehr 

Frauen spielten im jüdischen Alltag eine zentrale Rolle – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben. Diese Führung durch die Dauerausstellung und das jüdische Viertel beleuchtet die Lebenswelt von Frauen in der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Hohenems und eröffnet neue Perspektiven auf Familie, Religion, Gesellschaft und Migration. Ausgewählte Biografien veranschaulichen die Vielfalt weiblicher Erfahrungen und tragen zu einem differenzierten Verständnis der Geschichte bei.

Alle öffentlichen Führungen finden Sie hier. 

 

Titelbild (Ausschnitt): Damenkomitee zur Unterstützung des Krankehausbaues, um 1908, Foto: Horst Jäger, Hohenems

Nachfolgerin von Hanno Loewy

Irene Aue-Ben-David hat seit 1. April 2026 die Leitung des Jüdischen Museums Hohenems übernommen. Sie folgt in dieser Funktion Hanno Loewy nach, der nach über zwanzig Jahren an der Spitze des international renommierten Museums in Pension geht. Irene Aue-Ben-David (52) ist Historikerin und leitete zuvor 10 Jahre das internationale Forschungsinstitut Leo Baeck für deutsch-jüdische Geschichte in Jerusalem.

Mit der Bestellung von Irene Aue-Ben-David folgt der Vorstand des Trägervereins des Jüdischen Museums der einstimmigen Empfehlung der mit internationalen Expert:innen und Vertretern der Träger besetzten Findungskommission. Der Trägervereins des Museums hatte die Stelle im Mai international ausgeschrieben und einen zweistufigen Bewerbungsprozess mit Hearing der Kandidat:innen vor einer Findungskommission durchgeführt. Träger des Jüdischen Museums Hohenems sind die Stadt Hohenems, das Land Vorarlberg und der Förderverein Jüdisches Museum Hohenems.

Irene Aue-Ben-David hat an der Universität Göttingen in Neuerer Geschichte promoviert. Bis 2017 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin und Kuratorin vorwiegend in Israel tätig. Seit 2015 leitet sie das Leo Baeck Institut in Jerusalem. Die nach dem Rabbiner, Holocaust-Überlebenden und bedeutenden Vertreter des liberalen deutschen Judentums benannte Forschungs- und Dokumentationseinrichtung hat Standorte in Jerusalem, London, New York und Berlin. Das Institut forscht auf dem Gebiet der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur und vermittelt in seinen breiten Veranstaltungen und Projekten die liberalen Werte und Erfahrungen des deutschsprachigen Judentums einer breiten Öffentlichkeit – immer mit Blick auf die Relevanz der Themen für die Gegenwart.

Mit ihrer fachlichen Exzellenz, ihren Führungsqualitäten, analytischen und kommunikativen Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft und ihrer Begeisterungsfähigkeit überzeugte Irene Aue-Ben-David die Findungskommission. Dem Trägerverein empfahl die Kommission deshalb, sie als Bestqualifizierte mit der Leitung des Museums zu betrauen.

Irene Aue-Ben-David, geb. 1972 in Hildesheim
2010: Promotion in Neuerer Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Thema der Dissertation: Selma Stern als Historikerin. Die Geschichte der Werke „Der preußische Staat und die Juden“ und „Jud Süß“.
2002 – 2017: verschiedene Aufgaben als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin, Kuratorin, Forschungsassistentin, Redaktionsleitung vorwiegend in Israel. Ab 2015: Direktorin des Leo Baeck Instituts, Jerusalem

Findungskommission: Die vom Vereinsvorstand eingerichtete Kommission war international besetzt. Ihr gehörten vier Expert:innen aus den Bereichen Judaistik, Kulturwissenschaft, Museologie an (Denise Tonella, Direktorin Schweizerisches Nationalmuseum, Emile Schrijver, Generaldirektor Jüdisches Kulturviertel Amsterdam, Felicitas Heimann-Jelinek, ehemalige Chefkuratorin des Jüdischen Museums der Stadt Wien, Michael Kasper, Direktor Vorarlbergmuseum), je ein/e Vertreter:in der Träger (Claudia Voit, Dieter Egger, Brigitte Plemel) und ein Mitglied des Teams (Anita Niegelhell). Den Vorsitz führt der Obmann des Trägervereins (Romuald Kopf) ohne Stimmrecht.

Foto: Ole Witt

Ausstellungen im Museum Prestegg in Altstätten

Begrüssung & Einführung Sonja Arnold Präsidentin Museum Prestegg Projektleiterin «Gemeinsam erinnern im Rheintal» Grusswort Ruedi Mattle, Stadtpräsident Altstätten Aus der Perspektive eines Nachkommen Hans Goldenberg, Wien Einblicke in die Ausstellungskonzeption  Margit Bartl-Frank, Gastkuratorin Museum Prestegg Barbara Thimm, Kuratorin Jüdisches Museum Hohenems Schlusswort & Dank Sonja Arnold Musikalische Umrahmung Chor Montlingen, Leitung: Peter Vonbank Begegnung Borderline Knitting Noam Holdengreber

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit:

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Aufbau des Vermittlungszentrums Flucht in Diepoldsau vereinbart

2023 fällte der Schweizer Bundesrat eine Grundsatzentscheidung zur Einrichtung eines Schweizer Memorials für die Opfer des Nationalsozialismus. Das Projekt basiert auf den drei Pfeilern Erinnern – Vermitteln -Vernetzen. In der Bundesstadt Bern entsteht der Erinnerungsort und an der Grenze im St. Galler Rheintal ein Vermittlungszentrum, das sich insbesondere mit der Geschichte der Flucht während der NS-Zeit befassen wird. Die Wahl für den Standort des geplanten Vermittlungszentrums fiel auf Diepoldsau, wo am Altarm des Rheins insbesondere im Sommer 1938 viele Menschen Rettung vor der nationalsozialistischen Verfolgung gesucht hatten.

Mit der Gründung des Vereins „Netzwerk Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus“ geht das Projekt nun in die konkrete Planungsphase. Nachdem der Kanton St.Gallen in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit weiteren Partnern eine federführende Rolle übernommen hat, übernimmt der Netzwerkverein, der durch das Schweizer Bundesamt für Kultur BAK finanziert wird, jetzt die Verantwortung und beauftragt das Jüdische Museum Hohenems mit der Entwicklung dieses einzigartigen, transnationalen Vermittlungsortes. Am Jüdischen Museum Hohenems wird dazu die „Arbeitsstelle Schweizer Memorial Vermittlungszentrum Flucht“ eingerichtet. Die Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2028.

Damit ist die inhaltliche Kontinuität des Projekts gesichert: Der Prozess der Entwicklung und die geplante Einrichtung des Vermittlungszentrum Flucht im St. Galler Rheintal an der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich nehmen Fahrt auf!

 

Verein „Netzwerk Schweizer Memorial an die Opfer des Nationalsozialismus“ beauftragt das Jüdische Museum Hohenems!Weiter in guten Händen: das geplante Vermittlungszentrum Flucht in Diepoldsau
In den letzten zwei Jahren hat der Kanton St.Gallen gemeinsam mit weiteren Partnern eine federführende Rolle übernommen, um das Projekt des Vermittlungszentrum zu initiieren. Mit dem Bundesratsentscheid von 2023 und im Rahmen verschiedener Leistungsvereinbarungen haben Barbara Thimm und Ayat Solsaeva – gemeinsam mit dem vom Kanton St.Gallen berufenen wissenschaftlichen Beirat – am Jüdische Museum Hohenems die Grundlagen für den nun erfolgten offiziellen Projektstart geschaffen. Es galt die Finanzierung zu planen, konzeptionelle Ideen für den Standort zu entwickeln, für breite Vernetzung zu sorgen und nicht zuletzt im Juni 2024 eine erste große Tagung in St.Gallen durchzuführen.

Inzwischen ist der Verein „Netzwerk Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus“ gegründet. Dessen Aufbau und Tätigkeiten, insbesondere die Förderung der Errichtung des Vermittlungszentrums Flucht im St.Galler Rheintal, werden vom Schweizer Bundesamt für Kultur BAK finanziert. Seit dem 1.Juli 2025 ist es also der Netzwerkverein, der das Jüdische Museum Hohenems beauftragt, das geplante Zentrum weiterzuentwickeln – und dazu die „Arbeitsstelle Schweizer Memorial Vermittlungszentrum Flucht“ einzurichten. Die Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2028. Weitere Mittel müssen noch eingeworben werden. Vor allem dann, wenn es schließlich um die Errichtung des Zentrums gehen wird.

Aber auch inhaltlich wurde es schon sehr konkret: Der Hör-Radweg „Über die Grenze“  wurde um weitere Stationen auch in der Schweiz erweitert und zurzeit entsteht die Ausstellung „Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal“  am Museum Prestegg in Altstätten, die vom Jüdischen Museum kuratiert wird. Sie wird am 31.August 2025 eröffnet und eineinhalb Jahre zu sehen sein, begleitet von einem dichten Programm mit Lesungen, Exkursionen, Filmbeiträgen.

 

 

Das neue Leitbild

Das neue Leitbild des Jüdischen Museums Hohenems

In einem partizipativen Prozess unter breiter Beteiligung von Beirat, Vorstand, Trägern, Freund:innen des Museums, unseren Mitarbeiter:innen und Expert:innen aus der Kultur- und Museumswelt haben wir eine neues Leitbild für das Jüdische Museum Hohenems entwickelt, das am 23. April 2025 vom Vorstand beschlossen worden ist. Das bisherige Leitbild stammt aus dem Jahr 2000 und ist von der Entwicklung unseres Museums in den letzten 25 Jahren überholt worden, so das eine Neuformulierung überfällig war. Danke an alle, die an den intensiven Diskussionen darüber in den letzten Monaten beteiligt waren!

Das neue Leitbild des Jüdischen Museums Hohenems (pdf) 

Aktuelle Ausstellung

Die Geschichte arabisch-jüdischer Lebenswelten ist eine lange Beziehungsgeschichte – mal romantisiert, mal vergessen, verdrängt oder dämonisiert. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke jüdischer Künstler*innen mit arabischen Wurzeln im Kontext arabisch-jüdischer Identitäten und zeichnet über historische Schlüsselmomente ein Bild fruchtvoller wie spannungsgeladener Berührungen.

Ihr Besuch

Hier erfahren Sie alles über Ihren Besuch im Jüdischen Museum Hohenems: Informationen zu Anreise, Eintrittspreisen, Öffnungszeiten, öffentlichen Führungen und Angebote für Gruppen.