News-Archiv


Viertel+Bagel – Viertel+Kuchen

Unterwegs im Jüdischen Viertel HohenemsViertel+Bagel Öffentliche Führung durch das Jüdische Viertel mit anschließendem Cafébesuch und freiem Eintritt in alle Ausstellungen
Termine: Samstags, jeweils 11:00 bis 12:30 Uhr
25. Juli | 01.+08.+15.+22.+29. August | 05. Sept 2026

 Das Jüdische Viertel von Hohenems ist weit über Vorarlberg hinaus einzigartig, sein fast lückenlos erhaltenes Ensemble steht großteils unter Denkmalschutz. Unser Rundgang startet beim Jüdischen Museum Hohenems. Von hier aus erkunden wir die Straßen im Viertel und tauchen in die jahrhundertealte Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner ein. Anschließend laden wir Sie herzlich auf einen Bagel ins Museumscafé ein, mit der Möglichkeit sich in gemütlicher Runde auszutauschen.
Information und Anmeldung 

Viertel+Kuchen Öffentliche Führung durch das Jüdische Viertel mit anschließendem Cafébesuch und freiem Eintritt in alle Ausstellungen
Termine: Sonntags, jeweils 14:00 bis 15:30 Uhr
26. Juli | 09.+16.+23.+30. August

 Das Jüdische Viertel von Hohenems ist weit über Vorarlberg hinaus einzigartig, sein fast lückenlos erhaltenes Ensemble steht großteils unter Denkmalschutz. Unser Rundgang startet beim Jüdischen Museum Hohenems. Von hier aus erkunden wir die Straßen im Viertel und tauchen in die jahrhundertealte Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner ein. Anschließend laden wir Sie herzlich auf Kaffee und Kuchen ins Museumscafé ein, mit der Möglichkeit sich in gemütlicher Runde auszutauschen.
Information und Anmeldung 

 

Ihr Besuch

Hier erfahren Sie alles über Ihren Besuch im Jüdischen Museum Hohenems: Informationen zu Anreise, Eintrittspreisen, Öffnungszeiten, öffentlichen Führungen und Angebote für Gruppen.

Eröffnung Stadtarchiv Hohenems am 11. Juni 2026

Eröffnung des Stadtarchivs Hohenems
Do 11. Juni 2026, Rathaus Hohenems, Radetzkystraße 5

Nach mehreren Jahren sorgfältiger Planung ist es nun so weit: Das Stadtarchiv Hohenems öffnet seine Türen. Der Abend bietet die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, Einblicke in die Arbeit der Archive zu gewinnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und diesen wichtigen Schritt für die Stadt Hohenems gemeinsam zu feiern.

ab 16.00 Uhr:
Besichtigung der neuen Archivräume
18.00 Uhr:
Offizielle Eröffnungsfeier mit Grußworten von Bürgermeister
Dieter Egger und Beiträgen von Markus Schmidgall (Vorarlberger
Landesarchiv), Raphael Einetter (Jüdisches Museum Hohenems) und
Martina Luschin (Stadtarchiv Hohenems)
ab 19.00 Uhr:
Gemütlicher Ausklang mit Getränken & kleiner Stärkung

Anmeldung: stadtarchiv@hohenems.at
Mehr Infos unter: Eröffnung Stadtarchiv – Stadt Hohenems 

Im Rahmen des Internationalen Tags der Archive 2026
www.voea.at 

 

Titelbild: „Vor 130 Jahren, im Oktober 1896, bewarb sich Dr. Aron Tänzer mit Erfolg auf die freie Rabbinerstelle in Hohenems. In seiner knapp zehnjährigen Amtszeit prägte er sowohl die Kultusgemeinde als auch die Marktgemeinde maßgeblich. So fertigte er 1903 etwa jenes Archiv-Register an, zu dessen Ausarbeitung er von Bürgermeister August Reis beauftragt wurde.“

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit:

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Aufbau des Vermittlungszentrums Flucht in Diepoldsau vereinbart

2023 fällte der Schweizer Bundesrat eine Grundsatzentscheidung zur Einrichtung eines Schweizer Memorials für die Opfer des Nationalsozialismus. Das Projekt basiert auf den drei Pfeilern Erinnern – Vermitteln -Vernetzen. In der Bundesstadt Bern entsteht der Erinnerungsort und an der Grenze im St. Galler Rheintal ein Vermittlungszentrum, das sich insbesondere mit der Geschichte der Flucht während der NS-Zeit befassen wird. Die Wahl für den Standort des geplanten Vermittlungszentrums fiel auf Diepoldsau, wo am Altarm des Rheins insbesondere im Sommer 1938 viele Menschen Rettung vor der nationalsozialistischen Verfolgung gesucht hatten.

Mit der Gründung des Vereins „Netzwerk Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus“ geht das Projekt nun in die konkrete Planungsphase. Nachdem der Kanton St.Gallen in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit weiteren Partnern eine federführende Rolle übernommen hat, übernimmt der Netzwerkverein, der durch das Schweizer Bundesamt für Kultur BAK finanziert wird, jetzt die Verantwortung und beauftragt das Jüdische Museum Hohenems mit der Entwicklung dieses einzigartigen, transnationalen Vermittlungsortes. Am Jüdischen Museum Hohenems wird dazu die „Arbeitsstelle Schweizer Memorial Vermittlungszentrum Flucht“ eingerichtet. Die Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2028.

Damit ist die inhaltliche Kontinuität des Projekts gesichert: Der Prozess der Entwicklung und die geplante Einrichtung des Vermittlungszentrum Flucht im St. Galler Rheintal an der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich nehmen Fahrt auf!

 

Verein „Netzwerk Schweizer Memorial an die Opfer des Nationalsozialismus“ beauftragt das Jüdische Museum Hohenems!Weiter in guten Händen: das geplante Vermittlungszentrum Flucht in Diepoldsau
In den letzten zwei Jahren hat der Kanton St.Gallen gemeinsam mit weiteren Partnern eine federführende Rolle übernommen, um das Projekt des Vermittlungszentrum zu initiieren. Mit dem Bundesratsentscheid von 2023 und im Rahmen verschiedener Leistungsvereinbarungen haben Barbara Thimm und Ayat Solsaeva – gemeinsam mit dem vom Kanton St.Gallen berufenen wissenschaftlichen Beirat – am Jüdische Museum Hohenems die Grundlagen für den nun erfolgten offiziellen Projektstart geschaffen. Es galt die Finanzierung zu planen, konzeptionelle Ideen für den Standort zu entwickeln, für breite Vernetzung zu sorgen und nicht zuletzt im Juni 2024 eine erste große Tagung in St.Gallen durchzuführen.

Inzwischen ist der Verein „Netzwerk Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus“ gegründet. Dessen Aufbau und Tätigkeiten, insbesondere die Förderung der Errichtung des Vermittlungszentrums Flucht im St.Galler Rheintal, werden vom Schweizer Bundesamt für Kultur BAK finanziert. Seit dem 1.Juli 2025 ist es also der Netzwerkverein, der das Jüdische Museum Hohenems beauftragt, das geplante Zentrum weiterzuentwickeln – und dazu die „Arbeitsstelle Schweizer Memorial Vermittlungszentrum Flucht“ einzurichten. Die Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2028. Weitere Mittel müssen noch eingeworben werden. Vor allem dann, wenn es schließlich um die Errichtung des Zentrums gehen wird.

Aber auch inhaltlich wurde es schon sehr konkret: Der Hör-Radweg „Über die Grenze“  wurde um weitere Stationen auch in der Schweiz erweitert und zurzeit entsteht die Ausstellung „Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal“  am Museum Prestegg in Altstätten, die vom Jüdischen Museum kuratiert wird. Sie wird am 31.August 2025 eröffnet und eineinhalb Jahre zu sehen sein, begleitet von einem dichten Programm mit Lesungen, Exkursionen, Filmbeiträgen.

 

 

Politische Bildung

Mit dem 2022 gestarteten und in der Region bisher einzigartigen Projekt #OhneAngstVerschiedenSein wagen wir uns an einen mitunter komplizierten Themenzusammenhang: Die Herausforderungen des Zusammenlebens in einer sich diversifizierenden Gesellschaft vor dem Hintergrund der europäischen Gewaltgeschichte und einer inklusiven und multiperspektivischen Erinnerungskultur.‍

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Fr 14. Juli 2023, 15.00-17.30 Uhr: Eine Fahrradtour von Partenen nach St. Gallenkirch mit Michael Kasper

Beginnend mit den Themen Zwangsarbeit und Widerstand, die in Partenen eng mit der Geschichte der Vorarlberger Illwerke verknüpft sind, wird auf der Route talauswärts regionalen Spuren von Flucht und
Widerstand nachgespürt. Das Schicksal der Gaschurner Krankenschwester Pauline Wittwer, deren Hilfe für Kriegsgefangene im KZ endete, die Widerstandstätigkeit des evangelischen Theologen Emil Fuchs in Gortipohl und die Fluchthilfe Meinrad Juens bzw. die geglückten und gescheiterten Fluchtgeschichten Inge Ginsbergs, Elisabeth und Marta Nehabs sowie Jura Soyfers in St. Gallenkirch werden im Nahbereich der Gebirgsgrenze nachgezeichnet.

Michael Kasper ist Historiker und Leiter der Montafoner Museen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Montafoner Museen und dem
Geschichtsverein der Region Bludenz

Ende der Zeitzeugenschaft?

Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“, die ab dem 27. Januar 2023 im Haus der Geschichte Österreich am Alma Rosé-Plateau zu sehen ist, erkundet die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeug*innen und Interviewer*innen. Sie hinterfragt die „Gemachtheit“ der Zeitzeug*inneninterviews und deutet verschiedene Formen erzählter Erinnerung und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945 vor dem Hintergrund der aktuellen Veränderungen nicht nur neu, sondern thematisiert auch Ansätze zu einem zukünftigen, reflektierten Umgang mit Zeugnissen.

Ende der Zeitzeugenschaft? ist eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Österreich (Wien).

In Zusammenarbeit mit:
_erinnern.at_ 
Österreichisches Filmmuseum  
Ludwig Boltzmann Institute for Digital History

Ausstellungsteam:
Direktorin hdgö: Monika Sommer (Wien) | Gesamtprojektleitung, Kuratorin: Anika Reichwald (Hohenems) | Ko-Kurator*innen: Miriam Bürer, Hanno Loewy (Hohenems), Johannes Lauer, Julius Scharnetzky, Christa Schikorra, Jörg Skriebeleit (Flossenbürg) | Wissenschaftliche Recherche: Franziska Völlner, Fabian Wimmer (Hohenems), Annika Scharnagl (Flossenbürg) | Ausstellungsdesign und Grafik: Atelier Stecher (Götzis), Roland Stecher, Thomas Matt mehr 

Link zum Haus der Geschichte Österreich 

Das Jüdische Museum Hohenems erhielt den Österreichischen Museumspreis 2022

Der Österreichische Museumspreis 2022 geht an das Jüdische Museum Hohenems. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich durch den Museumsbeirat des BMKÖS für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Museumsarbeit vergeben.

Die offizielle Verleihung des Preises erfolgte am 13. Oktober im Rahmen des Österreichischen Museumstages im Wappensaal im Landhaus zu Klagenfurt. Die Laudatio hielt der Schriftsteller Vladimir Vertlib (links im Bild). Hier seine Laudatio als pdf .

Als Jury für die Vergabe des Museumspreises fungierte der Museumsbeirat des BMKÖS, bestehend aus: Andrea Bina, Edith Hessenberger, Monika Holzer-Kernbichler, Nadja Al Masri-Gutternig, Niko Wahl.

Auszug aus der Begründung:
„Das Jüdische Museum Hohenems ist ein kleines historisches Museum in einer kleinen Gemeinde im äußersten Westen Österreichs. Die Bedeutung des Museums reicht jedoch weit über den Ort oder die Region hinaus. Das Museum erzählt die Geschichte einer Diaspora Gemeinde, bleibt aber nicht in der Vergangenheit stehen, sondern greift in seinen Ausstellungen aktuelle Themen und Fragen auf, die man sich auch an weit entfernten Orten stellen sollte. […]
Das Museum Hohenems ist ein mutiges Museum, dass sich kein Blatt vor den Mund nimmt, gerne provokante Fragen in den Raum bringt und offen ist für den Diskurs mit allen Interessierten. Die Wichtigkeit des jüdischen Museum Hohenems für die österreichische Museumslandschaft ist unumstritten.“

Staatssekretärin Andrea Mayer: „Das Jüdische Museum Hohenems ist weit mehr als ein Museum. Es ist ein Begegnungs- und Heimatort für viele Menschen – unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund. Auch für mich selbst gehört das Jüdische Museum Hohenems zu den Fixpunkten eines Vorarlberg-Aufenthalts. Es ist ein inspirierender Ort, der den Museumsbeirat zurecht überzeugt hat. Ich schließe mich daher gerne an und darf Direktor Hanno Loewy und seinem Team herzlich zu diesem wichtigen Preis gratulieren.“

 

 

 


Direktor Hanno Loewy mit der Urkunde!

 

Fotos: HUDE Fotography

Museumsanalyse – Ausstellungskritik. 

Veranstaltung im Volkskundemuseum Wien, 3.-5. Juni 2022
2021 hat sich unter dem Namen „museumdenken“ ein Netzwerk von Museumsmitarbeiter*innen und Museolog*innen zusammengefunden um über die Zukunft der Institution Museum nachzudenken und sich regelmäßig auszutauschen. Als Medium dient uns die Web-Plattfom www.museumdenken.eu  aber auch Veranstaltungsformate, die wir experimentell erproben wollen.

Unsere nächste Veranstaltung hat zum Ziel, das Museum als Medium der gesellschaftlichen Selbstreflexion öffentlichkeitswirksam zu diskutieren. Es ist unser erster Versuch, einige theoretische Vorannahmen und Beobachtungen zur Entwicklung von Museen in der Praxis anzuwenden und zu erproben. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungskritik und ihrem „Unterbau“, einer methodisch kontrollierten Ausstellungsanalyse.

Dabei steht die in der Corona-Krise sichtbar gewordene, aber nicht allein von ihr ausgelöste Fragwürdigkeit der gesellschaftlichen Aufgaben der Institution Museum im Fokus: Wir haben diese Krise mit Fragen wie der nach der demokratischen Qualität von Museen, der Erzählbarkeit und Repräsentation von Geschichte in Museen und Ausstellungen für das „Begehen“ von Ausstellungen strukturiert.

In dieser Diskussion spielt auch die Frage nach der Rolle und Verantwortung der Geschichtswissenschaften eine Rolle. Einerseits als ethische Frage (nach der Verantwortung der„Historiker-Zunft“ für die Geschichtskultur), andererseits als Frage nach der Kompetenz der textorientierten Wissenschaft für ein explizit visuelles und gegenständliches Medium, sowie auch nach Wechselwirkungen von aktueller Entwicklung des Fachs und Rezeption dieser Entwicklung an Museen und für Ausstellungen.

Es wird „Besuche“ in Gruppen in einer Reihe von Museen und Ausstellungen geben, deren methodische Gestaltung den jeweiligen Teilnehmerinnen freisteht. Im Anschluss soll gemeinsam über die Erfahrungen berichtet und diskutiert werden.

Aktuelles bei museumdenken 

Di 24. Mai 2022, 19:30 Uhr

Di, 24. Mai 2022, 19:30-21:30 Uhr Vladimir Vertlib – Zebra im Krieg. Roman nach einer wahren Begebenheit Eine Lesung mit dem Autor Vladimir Vertlib, anschließend im Gespräch mit Hanno Loewy und Jürgen Thaler

Liebevoller Vater und wütender Hassposter: Paul ist beides, und als er im Netz bloßgestellt wird, kämpft er um seine Würde, Familie – und sein Leben.