Unter Sternen ⭑ Europäische Improvisationen

2018 wurde, wie in vielen anderen Städten Europas auch, vom Balkon des Jüdischen Museums Hohenems die „Europäische Republik“ ausgerufen. Ein symbolischer Akt und eine politische Willensbekundung in vielen Sprachen und in der Gemeinsamkeit des Lieds der Freude.

Im Sommer 2021 wollen wir daran anknüpfen und mit dem musikalischen Multitalent Andreas Paragioudakis als künstlerischem Leiter und vielen europäischen Musiker:innen die Rückkehr zu den europäischen Ideen feiern, im Garten des Museums und damit im öffentlichen Raum der Stadt – einer Stadt in der Mitte Europas. Ein Live-Stream trägt die Musik in die Welt hinaus, das gemeinsame Konzert verbindet uns unabhängig vom konkreten Ort.

Die Europaplätze in Hohenems

Europaplätze gibt es in vielen Städten. Sie verkörpern Verbindungen und politische Bekenntnisse zu Europa. Kennen Sie einen Platz in Hohenems, den Sie mit Europa verbinden?

Der Künstler Yves Mettler (*1976, Morges/CH) erforscht in seinem Langzeitprojekt Europaplätze innerhalb und außerhalb Europas.
Anknüpfend an die aktuelle Ausstellung Die Letzten Europäer  im Jüdischen Museum Hohenems konfrontiert er zwölf Projektgruppen aus Hohenems mit der Frage nach möglichen Europaplätzen in der Stadt. Ihre unterschiedlichsten Erzählungen macht der Künstler durch die Aufstellung von zwölf umgestalteten Baustellenzeichen im Stadtraum sichtbar. In den Farben und Sprachen Europas markieren sie die temporären Europaplätze in Hohenems.

Die Zukunft der Zeitzeugenschaft

Am 23. Juni eröffnet das NS-Dokumentationszentrum München  die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“, ein Kooperationsprojekt mit dem Jüdischen Museum Hohenems  und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg . Aus diesem Anlass lädt das NS-Dokumentationszentrum zusammen mit seinen Kooperationspartnern dazu ein, über die „Zukunft der Zeitzeugenschaft“ nachzudenken und zu diskutieren.

Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach einem möglichen gesellschaftlichen Vakuum, sondern auch nach einem reflektierten Umgang mit erzählter und medial bewahrter Erinnerung – wenn die Erzählenden selbst nicht mehr an diesem Prozess teilnehmen können. Forschende aus den Geschichts-, Sozial- und Jüdischen Wissenschaften stellen sich der Frage, wie es nach dem Ableben der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, der Überlebenden des Holocaust, mit der Erinnerungsarbeit weitergehen soll.

Die Tagung findet via Zoom statt.

Anmeldung, Information und Programm: 

www.zukunftzeitzeugenschaft.de

Das Programm zum downloaden (pdf) 

 

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie RADETZKYSTRASSE hören?

Was haben Sie zwischen Gasthof Hirschen und Gasthaus Schiffle schon erlebt? Gibt es eine Geschichte, die Sie mit dieser Straße verbinden?

Das Jüdische Museum Hohenems eröffnet am 17. Oktober 2021 seine neue Ausstellung „Am Rand. Zusammenleben in der Untergasse“ . In dieser Ausstellung blicken wir auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stadtviertels entlang der heutigen Radetzkystraße, ehemals Untergasse.

Mit diesem Teil von Hohenems sind viele persönliche Geschichten und Episoden verbunden, die wir für diese Ausstellung nun sammeln. Egal, ob es sich um lustige, traurige, abenteuerliche oder ganz alltägliche Erinnerungen handelt – erinnern Sie sich und teilen Sie Ihre Geschichte mit uns!

Melden Sie sich einfach per E-Mail erinnerung@jm-hohenems.at  oder telefonisch unter 05576 / 73989 0. Wir vereinbaren dann einen Termin für ein persönliches (und natürlich corona-konformes) Gespräch. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Geschichte!

 

Titelbild (Ausschnitt): Dietmar Walser, 2020

Buchvorstellung

Dienstag, 25. Mai 2021, um 18.00 Uhr im Salomon Sulzer Saal in Hohenems, nur mit Anmeldung! | Waren ihre Vorfahren noch Metzger und Viehhändler in Hohenems gewesen, so erlebte die jüdische Familie Brunner einen steilen sozialen und kulturellen Aufstieg: Anfang des 19. Jahrhunderts verließ fast eine ganze Generation Vorarlberg, um woanders ihr Glück zu suchen.

ORF-Reihe „Museum für Zwei“

Museum für Zwei heißt die ORF-Reihe musealer Miniaturen. Das Konzept: Ein Museumsexperte oder eine Museumsexpertin und eine Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben treffen einander im Museum – um Neues zu entdecken oder einen frischen Blick auf Altbekanntes zu werfen. In der von Elisabeth Pfeisl gestalteten Folge war der Schriftsteller Michael Köhlmeier gemeinsam mit Direktor Hanno Loewy im Jüdischen Museum Hohenems unterwegs.

In der ORF-TVthek können Sie nun alle Beiträge der Reihe und den Beitrag des Jüdischen Museums Hohenems ansehen:
Sendung über das Jüdische Museum Hohenems (5:20 min) 
Alle Sendungen dieser Reihe 

 

150 Jahre Aron Tänzer. Ein Geburtstagsabend

In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Hohenems, der Stadt Göppingen, dem Jüdischen Museum Meran und der Jüdischen Gemeinde Bratislava | Mit Beiträgen von Tomáš Stern (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bratislava), Eva Grabherr (okay.zusammen leben), Mario Lechner (Stadtarchiv Hohenems), Federico Steinhaus (Meran), Joachim Innerhofer (Jüdisches Museum Meran), Sabine Mayr (Jüdisches Museum Meran), Alex Maier (Oberbürgermeister der Stadt Göppingen), Uri Taenzer (Willingboro, New Jersey (USA)) und Bürgermeister Dieter Egger (Hohenems). Moderation: Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems).

 

Museumscafé wieder geöffnet!

Wir freuen uns, Sie wieder im Innen- und Außenbereich des Museumscafés bewirten zu dürfen! Bitte beachten Sie die Covid-19 Regeln:
Bringen Sie bei Ihrem Besuch eine FFP2-Maske mit, diese ist im ganzen Haus Pflicht. Café-Gäste werden von uns registriert (Name, Tel., E-Mail) und müssen einen negativen Antigen-Test oder PCR-Test vorweisen. Pro Tisch sind maximal vier Personen erlaubt (sofern sie nicht im selben Haushalt wohnen). Tischreservierungen sind nicht möglich.

Mit herzlichem Gruß,
Hanno Loewy und das Museumsteam

 

 

 

ORF-Miniaturenreihe „Museum für Zwei“

Museum für Zwei heißt die neue ORF-Reihe musealer Miniaturen. Das Konzept: Ein Museumsexperte oder eine Museumsexpertin und eine Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben treffen einander im Museum – um Neues zu entdecken oder einen frischen Blick auf Altbekanntes zu werfen. In der von Elisabeth Pfeisl gestalteten Folge besucht der Schriftsteller Michael Köhlmeier das Jüdische Museum Hohenems und ist  gemeinsam mit Direktor Hanno Loewy im Haus unterwegs. Am Sonntag, den 20. Dezember wurde der Beitrag auf ORF 2 im Rahmen der Sendung matinee am Sonntag erstmals ausgestrahlt.

In der ORF-TVthek können Sie den Beitrag (5:20 min) ansehen: Museum für Zwei 

 

Orange the World

Das Jüdische Museum Hohenems beteiligt sich an der Kampagne „Orange the World“. Vom 25. November bis 10. Dezember 2020 leuchten bekannte Gebäude in Hohenems in orangefarbenem Licht: „Orange the World“ – ins Leben gerufen von „UN Women“, der Frauenorganisation der Vereinten Nationen, macht jedes Jahr auf Gewalt an Frauen aufmerksam, einer Gewalt, die leider immer noch zu einer der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen zählt.

Die Kampagne beginnt am 25. November, dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ und endet am 10. Dezember 2020, dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“.

In dieser Zeit werden jedes Jahr weltweit Gebäude oder Monumente orange beleuchtet. In den vergangenen Jahren waren das beispielsweise die Scala in Mailand, die Niagarafälle, die Pyramiden von Gizeh oder die Christusstatue in Brasilien. In Österreich wurden bereits das Burgtheater in Wien, der Uhrturm in Graz, das Goldene Dachl in Innsbruck, die Festung Hohensalzburg, aber auch der Palast Hohenems u. v. m. angestrahlt.

Dieses Jahr beteiligt sich auch die Stadt Hohenems, unterstützt von Gebrüder Weiss in Lauterach, an der Aktion – und wir als Jüdisches Museum Hohenems.

In oranges Licht getaucht werden 2020 in Hohenems der Palast, die Pfarrkirchen St. Karl und St. Konrad, das Jüdische Museum Hohenems, den Salomon-Sulzer-Saal und die Burgruine Alt-Ems, und setzen in den Abendstunden ein eindrucksvolles Zeichen.

Orange the world wird in Österreich seit 2017 gemeinsam von UN Women Austria, Soroptimist International Austria, dem Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens sowie HeForShe Graz umgesetzt.

Wenn Sie sich für weitere Informationen oder eine Unterstützung der Kampagne interessieren, besuchen Sie bitte die Website www.orangetheworld.at !