Filmdokumentation

Wer bin ich? Auf der Suche nach den eigenen WurzelnSonntag, 29. Oktober 2017, 17.30 Uhr

Ein Film von Bernd Seidl
29.10.2017 | 30 Min. | UT | Quelle: Das Erste
Hier online verfügbar (bis 29.10.2018)  

Der Film „Wer bin ich?“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Nachkommen einer jüdischen Gemeinde in Vorarlberg. Sie leben heute in aller Welt – und kommen im Sommer 2017 in Hohenems zusammen. Dort wurde vor 400 Jahren die jüdische Gemeinde gegründet und 1942 von den Nazis aufgelöst. Wenn sie sich treffen, treten zum Teil dramatische, aber auch glückliche Familiengeschichten zutage. Der Film fragt: wie prägen Erinnerungen die Familien über Generationen hinweg? Was teilen sie, was trennt sie? Die meisten treibt die Frage an: wer bin ich – woher komme ich? Jürgen Hefel aus Bregenz und Karla Karla Galindo-Barth aus Guatemala zum Beispiel stellen beim Treffen auf dem Jüdischen Friedhof von Hohenems fest: sie sind verwandt, ihre Vorfahren haben einst hier gelebt. Neugier entsteht, es kommt zum intensiven Austausch über das eigene Leben, das unterschiedliche Schicksal der Familien. Das Treffen bringt beide auch mit den Nachkommen muslimischer Einwanderer zusammen, die heute in dieser wirtschaftlich bedeutsamen Region leben. Der Student Hayri Can ist einer von ihnen. Er hat im Jüdischen Museum in Hohenems gearbeitet und steht während des Treffens als Fahrer zur Verfügung. Er erzählt, wie sehr auch ihn die Auswanderung der Eltern geprägt haben. Nach und nach zeigt sich bei diesem außergewöhnlichen Nachkommentreffen, wie stark das Band der Herkunft noch immer ist. Der Film begleitet Jürgen, Karla und Hayri – Menschen, die ihre Wurzeln neu entdecken und fragen: Wer bin ich? Wo komme ich her? Dass da noch mehr sein musste, als sie bislang wussten, hatten sie schon vermutet.