Übrig.
Übrig.
Ein Blick in die Bestände

Herausgegeben von Hanno Loewy und Anika Reichwald | Bucher Druck und Verlag 2016 | 144 Seiten | durchgehend farbig illustriert | 17 x 24 cm | € 14,80 | ISBN 978-3-99018-311-3

Zum Jubiläum war es dem Museum ein Anliegen, den Fokus auf die eigene Sammlung zu legen. Mit der Ausstellung „Übrig“ gibt das Museum Einblick in den Reichtum unterschiedlicher Formen des Erinnerns und Vergessens, dessen materielle Spuren die Sammlung des Museums bewahrt. Museumsdingen ist dabei eine Sache gemein: Sie sind, jedes auf seine Weise, „übrig“.
Ob ihre Geschichten nun traurig oder komisch, verstörend oder rätselhaft sind, in unserer Sammlung gelandete Objekte haben ihren Nutzwert verloren, waren überschüssig oder – ganz im Sinne des Vorarlberger Dialektes – sogar lästig. Übrige Dinge haben also nicht nur eine Herkunfts-und Bewahrungsgeschichte, mit ihnen erzählen wir gleichzeitig auch von den Personen, denen sie einst gehörten, vom Leben, mit dem sie verbunden waren, und auch von Beziehungen, ihrer Geschichte und ihren emotionalen Dimensionen. Zugleich stehen Objekte, die ihren Weg ins Museum finden, für eine Unterbrechung in der Geschichte. Sei es, dass Familientraditionen nicht länger weitergegeben werden können, dass Objekte durch Orts- und Sprachwandel, Generationenbrüche und Zerstreuung heimatlos werden – oder Traditionen und Kontinuitäten gewaltsam zerrissen oder zerstört wurden.
Diese Dinge im Museum erinnern ebenso an Menschen und ihr Leben, wie an das, was wir heute über sie denken, unsere eigenen Phantasien und Vermutungen. Übrig ist also eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Erinnerung und Bewahrung, aber auch mit dem eigenen subjektiven Empfinden vom Wert der Dinge.

14,80 €
 
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