Tue, 06. Nov 2018, 20:15-21:30 Grenzfälle Gabriel Heim liest aus seinem noch unveröffentlichten Manuskript

«Harry Gabriel ist ein junger Mann, der mit viel Ernst behauptet jener zu sein der er ist. Für alle anderen ist er ein weisses Blatt, das die Zeit erdulden muss bis das Gutdünken eines Beamten – entgegen dem Misstrauen des Behördentrotts – seine Geschichte zu Tatsachen formt.» So beginnt eine von zehn Lebensgeschichten im neuen Buch von Gabriel Heim. In «Grenzfälle» rekonstruiert er Flucht- und Überlebensbiografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wahre Geschichten aus dem Fundus der Briefe, Bittschreiben und Eingaben bei der schweizerischen Fremdenpolizei. Und immer geht es um die eine Frage: Wer darf bleiben, wer muss gehen? Gabriel Heim liest aus dem noch unveröffentlichten Manuskript und erzählt von seinen Zufallsbekanntschaften, die im Dunkel der Archive geduldig darauf gewartet haben noch einmal zum Leben zu erwachen. Gabriel Heim, geboren 1950 in Zürich, lebt und arbeitet als Publizist und Filmautor in Basel. Er arbeitete unter anderem beim Schweizer Fernsehen, beim WDR in Köln und zuletzt als Gründungsdirektor des rbb-Fernsehen in Berlin und Brandenburg. 2017 kuratierte er das Ausstellungsprojekt magnet Basel, das den Einwanderungs- und Fluchtort Basel (1917-1960) zum Thema hatte. Seine eigene Großmutter versuchte 1942 vergeblich über Hohenems in die Schweiz zu fliehen. Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet!“ in Zusammenarbeit mit dem Palace St. Gallen

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Palace
Zwinglistr. 3 Blumenbergplatz, 9000 St. Gallen
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