News – Maecenas Ö1-Publikumspreis 2017

Das Jüdische Museum Hohenems erhält den Maecenas Publikumspreis

Das unabhängige Wirtschaftskomitee Initiativen Wirtschaft für Kunst (IWK) vergab heuer bereits zum 29. Mal zusammen mit dem ORF den Österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS für die Förderung von Kunstprojekten.

Diesmal wurde am 29. November 2017 wieder der Maecenas Ö1-Publikumspreis vergeben, aus dem das Jüdische Museum Hohenems mit mehr als 50% der Voten bei fünf starken Mitbewerbern mit großem Vorsprung als Sieger hervorging.

Verantwortung für eine gelingende zivile Gesellschaft nimmt das Jüdische Museum Hohenems seit vielen Jahren wahr – oft auch gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft. Schon 2007 wurde für die Zusammenarbeit die Firma Collini mit einem Maecenas-Preis ausgezeichnet. Aber auch mit anderen Wirtschaftsunternehmen arbeitet das Museum eng zusammen, so zum Beispiel mit der Firma Tectum in Hohenems oder der Dornbirner Sparkasse, mit den Vorarlberger Kraftwerken und vielen Hohenemser Dienstleistungsunternehmen.
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Jüdische Museum mit der Vorarlberger Wirtschaftskammer und den Tourismusinstitutionen in Vorarlberg. Gemeinsam engagieren wir uns für innovative Konzepte eines kultur- und geschichtsbewussten Tourismus und für einen offenen Umgang der Region mit Menschen, die zu uns kommen. Gemeinsam mit unseren Sponsoren arbeiten wir daran, das Museum zu einem Ort des zivilen Miteinanders zu machen, geprägt von der Anerkennung des „Anderen“.

Der “Maecenas” wurde 2017 in folgenden Kategorien vergeben:
* Bestes Kunstsponsoring “Klein- und Mittelbetriebe”
* Bestes Kunstsponsoring “Grossunternehmen” und
* Sonderpreis “Kunst & Kultur – für Kulturanbieter”
* Maecenas Ö1-Publikumspreis

Im vergangenen Jahr hat das Museum den Sonderpreis „Kunst&Kultur – für Kulturanbieter“ erhalten. Damals urteilte die Jury:
“Ein Museum des 21. Jahrhunderts sammelt nicht einfach gerahmtes oder verglastes Gedächtnis. Das Museum ist eine Brücke zwischen Erinnerung und Engagement – also genau das, was das Jüdische Museum in Hohenems schon seit 25 Jahren ist. Hier wird die historische Vielschichtigkeit Europas erlebbar. Hier wird diese zum Vergrößerungsglas, durch das aktuelle Entwicklungen wie Immigration und Integration betrachtet und begriffen werden können. In den letzten zwei Jahren reflektierten Ausstellungen die Lebenswelt der Juden im Habsburgerreich ebenso wie die jüdischen Beiträge zur globalen Musikkultur. Bis Februar 2017 werden die Museumsbestände vor Augen geführt. Wer die Gegenstände sieht, prüft zugleich die Werte des Sammelns. Was soll, ja darf übrig bleiben? Das ist eine materielle Frage. Vielmehr ist es aber eine geistige. Und ein Auftrag für ein Museum, das seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft sieht. Die Vielzahl der weiteren qualitativ hohen Projekte wie Ausstellungen, Museums-vermittlung und Kulturtourismus-aktivitäten sowie die professionelle Einbindung der Sponsoren fördert die Kultur des Zusammenlebens und die Attraktivität des Standorts Hohenems in Vorarlberg”, lobt die Jury.

www.maecenas.at 

Foto: Dietmar Walser, 2017