Dauerausstellung
Vom Mittelalter bis heute

Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in der Villa Heimann-Rosenthal vermittelt die Geschichte der Jüdischen Gemeinde von ihren Anfängen bis zu ihrem Ende im Nationalsozialismus nach 1938. Sie erzählt von einem Leben zwischen lokalen Bindungen und transnationalen Familiennetzwerken, von Migration und Heimat, Hoffnungen, Erfolgen und Enttäuschungen, Verfolgung und Fluchtwegen. Thematisiert wird auch der Neubeginn der Überlebenden nach 1945, der Streit um Erinnern und Nicht-Erinnern und die Gegenwart der Hohenemser Diaspora, die Perspektiven der Nachkommen. Exponate zu den Lebens- und Jahreszyklen begleiten den historischen Rundgang. Die Besucher sind eingeladen, sich zwischen den Themen der Geschichte und jenen Fragen zu bewegen, die heute nach wie vor relevant sind.
Audioguides, Videoinstallationen und eine Kinderausstellung bereichern den Ausstellungsrundgang, gleich ob Sie allein, mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden das Museum besuchen.

Einführung

Einführung
Die Geschichte der Juden von Hohenems …
Mehr als 300 Jahre gab es in Hohenems eine jüdische Gemeinde. Ihre Blüte erlebte sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sie den wirtschaftlichen … 

Ansiedlung

Ansiedlung
„Warum sind wir hier?“ …
Hinter der wechselvollen Geschichte von Ansiedlung und Vertreibung der jüdischen Minderheit in Europa standen immer wieder wirtschaftliche Motive.  … 

Tradition und Aufklärung

Tradition und Aufklärung
„Wer sind wir?“ …
Gesetze und Verordnungen im Geiste der Aufklärung eröffnen Ende des 18. Jahrhunderts erstmals den Weg in die bürgerliche Gleichstellung der Juden und … 

Diaspora und Migration

Diaspora und Migration
„Was ist unsere Welt?“ …
Gesetzliche Beschränkungen und wirtschaftliche Zwänge führten zu einer hohen Mobilität der jüdischen Bevölkerung. Viele mussten ins Ausland gehen,  … 

Identitäten

Identitäten
„Wer bin ich?“ …
In der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wurden Religion und Identität immer mehr zur persönlichen Angelegenheit. Wer Jude ist und  … 

Integration und Ausschluss

Integration und Ausschluss
„Gehören wir dazu?“ …
Gemeinsame Interessen, Wohlstand und bürgerliches Selbstbewusstsein bedeuteten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch wachsende Teilhabe  … 

Salomon Sulzer

Salomon Sulzer
„ein Wallfahrtsort für meine Nachkommen ...“ …
Salomon Sulzer wurde 1804 in Hohenems geboren. Nach seiner Ausbildung im Elsass und in Karlsruhe erhielt er sechzehnjährig die Kantorenstelle an der … 

Nationalsozialismus

Nationalsozialismus
„327 Jahre hat es in Hohenems Juden gegeben …
Am 12.3.1938 übernehmen einheimische Nationalsozialisten die Macht in Österreich. Deutsche Truppen marschieren ein. Die Nürnberger  … 

Was nicht übrig blieb

Was nicht übrig blieb
„Metallspende“ …
Am 9./10. November 1938 werden im ganzen Reich Synagogen und Bethäuser angezündet, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert oder  … 

Flucht

Flucht
„Also die Schweizer haben es uns absolut nicht …
Nach dem „Anschluss“ gelingt einigen Hohenemser Juden noch die Flucht in die Schweiz. Im Laufe des Jahres 1938 wird Hohenems aufgrund seiner  … 

Vernichtung

Vernichtung
„Die letzte Jüdin ...“ …
Schon seit 1939 werden Juden in Ghettos in Polen zusammengepfercht. Im Sommer 1941 beginnen die Nazis mit Massenerschießungen in Osteuropa  … 

Displaced Persons

Displaced Persons
„Trotz alledem ...“ …
Am Ende des Zweiten Weltkrieges befinden sich Millionen von Menschen gegen ihren Willen auf dem Gebiet des „Dritten Reiches“. Sie werden von  … 

Nachkommen erzählen

Nachkommen erzählen
„Er liebte Hohenems. Das verstehe ich heute noch …
Nachkommen jüdischer Familien aus Hohenems leben heute überall in der Welt, zwischen Australien und den USA, der Schweiz und Israel, Deutschland und  … 

Erinnern / Nicht erinnern

Erinnern / Nicht erinnern
„Nicht gerade judenfreundlich ...“ …
Österreich sieht sich nach 1945 als das „erste Opfer Hitlers“. Kaum jemand will sich mit dem Antisemitismus auseinander setzen oder gar  …