Aktuelle Ausstellung

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems

Kaum eine andere Metropole wird derzeit so gefeiert wie Tel Aviv – als tolerante Partystadt, als Mekka für Start-Up Unternehmen, als „Weiße Stadt“ und mit über 4000 Gebäuden als „weltweit größtes Ensemble der Bauhaus-Architektur“. Oder einfach als Oase inmitten der nationalen und sozialen, religiösen und gewalttätigen Konflikte Israels, Palästinas und des Nahen Ostens.

Gegründet wurde die erste „hebräische Stadt“ der Moderne als Vorort der alten arabischen Hafenstadt Jaffa. Doch nach dem Krieg 1948 wurden die wenigen, nicht zerstörten Überreste von Jaffa zur pittoresken Kulisse für Touristen und zum Hinterhof der boomenden Stadt. Bis heute versucht Tel Aviv-Jaffa sich immer wieder neu zu erfinden.

Die Ausstellung „All About Tel Aviv-Jaffa“ blickt – mit dem in Tel Aviv geborenen Fotografen Peter Loewy – hinter die Fassade des erfolgreichen City Branding. Sie erforscht die Mythen, Abgründe und komplexen Realitäten dieser Stadt, die von legalen und illegalen Einwanderern und Flüchtlingen gebaut und geprägt wurde. Eine Stadt, die versucht, ihre eigene Geschichte zu vergessen – und zu verdrängen, was nicht „weiß“ ist.

Vorschau Herbst

10. November 2019 bis 13. April 2020
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die Ausstellung setzt sich mit der Thematisierung der gesellschaftlichen Position Holocaustüberlebender und deren Erinnerung an die Shoa sowie der institutionellen Bewahrung dieser Erinnerung zu einer Zeit auseinander, in der nur noch wenige Menschen diese Zeitzeugenschaft ablegen können.

Was erwarten die Rezipierenden, wenn sie sich der individuellen Erinnerung an den Holocaust annähern und wie ist diese Erwartung der eigentlichen Funktion von Erinnerung und Erinnerungsprozessen gegenüber zu bewerten? Wie hat sich die Funktion der Zeitzeugenschaft in den letzten Jahrzehnten verändert? Wie schafft man ein Bewusstsein dafür, dass Interviews etwas „Gemachtes“ sind und wie gehen gesellschaftliche Institutionen mit der absehbaren Verschiebung der Deutungshoheit in Bezug auf erzählte Erinnerung um?

Diese Fragen und der dezidierte Blick auf ein zukünftiges gesellschaftliches Bewusstsein für die Komplexität der Zeitzeugenschaft und ihres Vermächtnisses greifen den zeitgenössischen Diskurs über die Erinnerung und Erinnerungsbewahrung an den Holocaust auf und gestalten ihn gleichzeitig weiter mit.

Europäische Sommeruniversität für jüdische Studien „Mahlzeit! Vom Sinn des Essens“

30. Juni bis 5. Juli 2019
Eine Veranstaltung der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Zentrums für Jüdische Studien der Universität Basel, des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg, des Instituts für Judaistik an der Universität Wien, der Professur für Judaistik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien an der Universität Zürich – in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

Ist der Mensch was er isst? – Nicht nur in der jüdischen Geschichte hat das Essen immer eine hochsymbolische und identitätsstiftende Dimension gehabt. Das gilt nicht nur für religiöse Speisegebote, ethnische Spezialitäten, lokale Traditionen oder migrantische Identitätsangebote. Über Speisen und Getränke werden nostalgische Erinnerungsgemeinschaften gestaltet, aber es wird auch individuell Zugehörigkeit und Differenz zum Ausdruck gebracht.

Die Gesetze der Kaschrut haben die Phantasien von Juden wie Nichtjuden dabei zu vielfältigen Spekulationen angeregt, über Symbole des Zusammenlebens und Gesundheit, Ernährungsphysiologie und religiöse Glaubensinhalte. Und sie haben Gegenbewegungen, auch im Judentum selbst, nach sich gezogen, bis zur bewussten Brechung der Speisegesetze als politisches Statement. Gleichzeitig erscheint es schwer, von einer „jüdischen Küche“ zu sprechen, eher von einem jüdischen Twist in der arabischen oder osteuropäischen, amerikanischen, persischen oder italienischen Küche.

Die 11. Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems wird vom 30 Juni bis zum 5. Juli 2019 – in gewohnt breiter interdisziplinärer Perspektive – den sozialen, wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Bedeutungen von Speisen und Lebensmitteln nachgehen, ihrer Tradierung durch Kochbücher und mündliche Überlieferung, ihrem Handel und ihrer – oftmals als „Frauenarbeit“ definierten und zugleich männlich kontrollierten – Herstellung, ihren vielfältigen Symbolwelten und ihrer Alltagspraxis in unterschiedlichen Gesellschaften.


Öffentliche Vorträge im Rahmen der Sommeruniversität:

So 30. Juni 2019, 14.30 Uhr
Awi Blumenfeld (Wien):
Ma nishtana… was ist der Unterschied…?
Gedanken über Essen, Juden und den kleinen Unterschied! mehr 

So 30. Juni 2019, 20.00 Uhr
Ellen Presser (München):
Heymisches Essn, Loizelach und Majselach rund um die Polnisch-jüdische Küche mehr 

Di 2. Juli 2019, 20.00 Uhr
Michael Wex (Toronto):
Who Says it has to Taste Good. How Food Becomes Jewish mehr 

Do 4. Juli 2019, 20.00 Uhr
Smadar Sheffi (Tel Aviv)
Fusion. Representation of Food in Israeli Art as Signifier of Myth and Identity mehr 

Alle Vorträge finden im Salomon Sulzer Saal, Schweizer Str. 21, in Hohenems statt.

Mehr Information zur Sommeruniversität 

Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater

Ausgehend von Fritz Hochwälders DER FLÜCHTLING beschäftigt sich das Vorarlberger Landestheater im Begleitprogramm mit den historischen Fluchtereignissen in Vorarlberg und deren Nachwirkungen, wie auch mit aktuellen Fragestellungen zum Thema Flucht.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems, der Caritas Vorarlberg und der Arbeiterkammer Vorarlberg.

Das gemeinsame Programm mit dem Jüdischen Museum Hohenems:

Grenzsteine erzählen
Im T-Café und Parkettfoyer des Vorarlberger Landestheaters
Hörstationen mit Berichten von Zeitzeugen, deren Flucht während des Nationalsozialismus über die Grenze Vorarlbergs in die Schweiz führte. Im T-Café und Parkettfoyer des Vorarlberger Landestheaters. Zugänglich zu den Öffnungszeiten an Vorstellungstagen, also noch bis Freitag, 21. Juni 2019.

Di, 4. Juni 2019, 19.30 Uhr
Diesseits der Grenze. Lebensgeschichten aus den Akten der Fremdenpolizei
T-Café Lesung und Gespräch mit Gabriel Heim
Spurensuche in den Archiven der Basler Fremdenpolizei 10 Schicksalswege aus dem 20. Jahrhundert – spannend wie ein Roman mehr 

Sa, 22. Juni 2019, 15-17 Uhr
Grenzfahrt am Alten Rhein – Dialogführung per Fahrrad
Die Entstehung und wechselvolle Geschichte der Grünen Grenze am Alten Rhein stehen im Mittelpunkt unserer Fahrradtour entlang des Flusslaufes. An mehreren Stopps bringen wir die Landschaft diesseits und jenseits des Alten Rheins zum Erzählen – von geglückten und gescheiterten Fluchten, von Widerstand und Kollaboration, von Fluchthelfern und Deserteuren wird die Rede sein. mehr 

Im Begleitprogramm des Vorarlberger Landestheaters ÜBER GRENZEN, aus Anlass von Fritz Hochwälders Der Flüchtling. 

Alte Freiheiten von Ems

Zweite Ausgabe der Zeitung des Jüdischen Museum Hohenems erschienen

Die jährliche Zeitung des Jüdischen Museums Hohenems, deren Titel auf eine jiddisch/hebräische Notiz auf dem erhaltenen Schutzbrief von 1617 anspielt, berichtet jährlich über wichtige Dimensionen unserer Museumsarbeit. Die 2. Ausgabe von 2018 enthält Reden, Berichte und eine fotografische Dokumentation des großen Nachkommentreffens von 2018 und zahlreiche Familiengeschichten der Hohenemser Nachkommen in aller Welt, am Beispiel der Brunners und Rosenthals, Kahns und Hirschfelds, Burgauers, Sulzers und Landauers. Die Zeitung kann gegen Übernahme der Versandkosten beim Museum bestellt werden.

Alte Freiheiten von Ems

Zweite Ausgabe der Zeitung des Jüdischen Museum Hohenems erschienen

Die jährliche Zeitung des Jüdischen Museums Hohenems, deren Titel auf eine jiddisch/hebräische Notiz auf dem erhaltenen Schutzbrief von 1617 anspielt, berichtet jährlich über wichtige Dimensionen unserer Museumsarbeit. Die 2. Ausgabe von 2018 enthält Reden, Berichte und eine fotografische Dokumentation des großen Nachkommentreffens von 2018 und zahlreiche Familiengeschichten der Hohenemser Nachkommen in aller Welt, am Beispiel der Brunners und Rosenthals, Kahns und Hirschfelds, Burgauers, Sulzers und Landauers. Die Zeitung kann gegen Übernahme der Versandkosten beim Museum bestellt werden.

Lange Nacht der Museen 2018

Ausstellung "Sag Schibbolet", Halbstündliche Kurzführungen, Kinderprogramm, Musik: "Pastis" und ein feines Buffet6. Oktober 2018, 18.00-01.00 Uhr

Halbstündliche Kurzführungen im Haus (18.00–24.00 Uhr)
Durch die Dauer- und Sonderausstellung: „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“
Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss. In dieser Ausstellung sind internationale Künstler dazu eingeladen, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten. mehr  
Kinderprogramm „Koscher oder nicht. Grenzen überall!“ (Seminarraum, 18–22 Uhr) Wir suchen nach Grenzen und dann wird ein besonderes Besteck angefertigt.
Musik: Pastis (ab 18.00 Uhr)
Coole Songs und heiße Rhythmen mit Nina Fleisch (Gesang), Paul Winter (Keys), Bernd Konzett (Bass), www.pastisband.com 
Wie immer gibt es ein feines Buffet für unsere BesucherInnen!

Tickets
Das Ticket gilt von 18.00 bis 1.00 Uhr als Eintrittskarte für alle beteiligten Locations und als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Kaufpreis: EUR 15,-, ermäßigt: EUR 12,- Ermäßigte Tickets für Ö1-Club-Mitglieder, Schüler/innen, Student/innen, Senior/innen, Menschen mit Behinderungen und Präsenzdiener. Der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre ist frei.
Öffentlicher Verkehr
Die Sonder-Buslinie 7 fährt von Dornbirn über Hohenems, Götzis, Koblach und Rankweil nach Feldkirch und retour. Die Linie 7 hält im 30 Minutentakt in Hohenems am Schlossplatz und am Bahnhof (Anschluss an alle Züge).

Flüchtlinge und ihre Zukunft in Vorarlberg?

Diskussion mit Christian Gantner, Dr. Eva Grabherr, Bernd Klisch, Harald Köhlmeier und Anton Strini 1. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Salomon Sulzer Saal

Mo, 01. Okt 2018, 19:30-21:30 Uhr
Diskussion mit Christian Ganter (Landesrat für Inneres, Sicherheit und Integration, Bregenz), Dr. Eva Grabherr (okay. zusammen leben, Dornbirn), Bernd Klisch (Caritas Vorarlberg, Feldkirch), Harald Köhlmeier (Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes), Anton Strini ((Landeskoordinator für die Arbeitsintegration von bleibeberechtigten Flüchtlingen)

Moderation: Hanno Loewy

Die neue österreichische Bundesregierung vollzieht eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik: Es sollen keine „illegalen MigrantInnen“ mehr ins Land gelassen und sowohl die Betreuung als auch die Rechtsberatung von AsylwerberInnen soll durch eine staatliche Agentur statt wie bisher durch NGO’s durchgeführt werden. Während in Vorarlberg die Integration von Flüchtlingen vom ersten Tag an gefördert und die Unterbringung in möglichst vielen Gemeinden und möglichst kleinen Quartieren organisiert wird, sprechen Politiker auf Bundesebene zunehmend von Großquartieren ohne Kontakte zur Bevölkerung. Welche Zukunft haben Flüchtlinge in Vorarlberg? Gemeinsam mit VertreterInnen der Politik in Vorarlberg und der Flüchtlingsbetreuung wollen wir diskutieren, wie es mit dem Leben von Geflüchteten in Vorarlberg weiter gehen soll.

Eine Veranstaltungim Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet!“ in Zusammenarbeit mit der Caritas Vorarlberg

Titelbild: Fiamma Montezemolo „Traces“, 2012 (Filmstill)

„Macht“

Europäische Sommeruniversität für jüdische Studien, Hohenems 22. bis 27. Juli 2018

Jüdische Geschichte wird, zumal wenn sie von der Diaspora handelt, oft genug als Geschichte der Ohnmacht wahrgenommen – oder antisemitisch gefärbt als Geschichte „geheimer Macht“.
Die 10. Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems wird sich der Frage annehmen, ob es jenseits dieses Schwarz-weiß-Bildes nicht bedeutsame Facetten zu entdecken gilt. mehr 

Öffentliche Vorträge im Rahmen der Sommeruniversität:

So 22. Juli 2018, 17.00 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Langer (Wien)
Macht der Rabbinen. Eine innerjüdische Erfolgsgeschichte mehr 

So 22. Juli 2018, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Moshe Zimmermann (Jerusalem)
„Shimshon der Nebechdiker“. Das Selbstbild Israels zwischen Souveränität, Macht und Gewalt mehr 

Di 24. Juli 2018, 20.00 Uhr
Dr. Ole Frahm (Frankfurt)
Retter, Ding, Monstrum: Golems und Superhelden im Comic mehr 

Mi 25. Juli 2018, 20.00 Uhr
Prof. Dr. Alfred Bodenheimer (Basel)
Macht und Ohnmacht des Geldes. Realität und Bearbeitungen des Jud Süss mehr 

Sommeruniversität 2018
Information und Anmeldung 
Programmheft 2018 (pdf) 

News – Maecenas Ö1-Publikumspreis 2017

Das Jüdische Museum Hohenems erhält den Maecenas Ö1-Publikumspreis 30.11.2017

Das unabhängige Wirtschaftskomitee Initiativen Wirtschaft für Kunst  (IWK) vergab heuer bereits zum 29. Mal zusammen mit dem ORF den Österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS für die Förderung von Kunstprojekten.

Diesmal wurde am 29. November 2017 wieder der Maecenas Ö1-Publikumspreis vergeben, aus dem das Jüdische Museum Hohenems mit mehr als 50% der Voten bei fünf starken Mitbewerbern mit großem Vorsprung als Sieger hervorging.

Verantwortung für eine gelingende zivile Gesellschaft nimmt das Jüdische Museum Hohenems seit vielen Jahren wahr – oft auch gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft. Schon 2007 wurde für die Zusammenarbeit die Firma Collini mit einem Maecenas-Preis ausgezeichnet. Aber auch mit anderen Wirtschaftsunternehmen arbeitet das Museum eng zusammen, so zum Beispiel mit der Firma Tectum in Hohenems oder der Dornbirner Sparkasse, mit den Vorarlberger Kraftwerken und vielen Hohenemser Dienstleistungsunternehmen.

Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Jüdische Museum mit der Vorarlberger Wirtschaftskammer und den Tourismusinstitutionen in Vorarlberg. Gemeinsam engagieren wir uns für innovative Konzepte eines kultur- und geschichtsbewussten Tourismus und für einen offenen Umgang der Region mit Menschen, die zu uns kommen. Gemeinsam mit unseren Sponsoren arbeiten wir daran, das Museum zu einem Ort des zivilen Miteinanders zu machen, geprägt von der Anerkennung des „Anderen“.

Der „Maecenas“ wurde 2017 in folgenden Kategorien vergeben:
* Bestes Kunstsponsoring „Klein- und Mittelbetriebe“
* Bestes Kunstsponsoring „Grossunternehmen“ und
* Sonderpreis „Kunst & Kultur – für Kulturanbieter“.
* Maecenas Ö1-Publikumspreis

Im vergangenen Jahr hat das Museum den Sonderpreis „Kunst&Kultur – für Kulturanbieter“ erhalten. Damals urteilte die Jury:
„Ein Museum des 21. Jahrhunderts sammelt nicht einfach gerahmtes oder verglastes Gedächtnis. Das Museum ist eine Brücke zwischen Erinnerung und Engagement – also genau das, was das Jüdische Museum in Hohenems schon seit 25 Jahren ist. Hier wird die historische Vielschichtigkeit Europas erlebbar. Hier wird diese zum Vergrößerungsglas, durch das aktuelle Entwicklungen wie Immigration und Integration betrachtet und begriffen werden können. In den letzten zwei Jahren reflektierten Ausstellungen die Lebenswelt der Juden im Habsburgerreich ebenso wie die jüdischen Beiträge zur globalen Musikkultur. Bis Februar 2017 werden die Museumsbestände vor Augen geführt. Wer die Gegenstände sieht, prüft zugleich die Werte des Sammelns. Was soll, ja darf übrig bleiben? Das ist eine materielle Frage. Vielmehr ist es aber eine geistige. Und ein Auftrag für ein Museum, das seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft sieht. Die Vielzahl der weiteren qualitativ hohen Projekte wie Ausstellungen, Museums-vermittlung und Kulturtourismus-aktivitäten sowie die professionelle Einbindung der Sponsoren fördert die Kultur des Zusammenlebens und die Attraktivität des Standorts Hohenems in Vorarlberg“, lobt die Jury.

www.maecenas.at