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Verlegung von Stolpersteinen in Hohenems

Zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus in Hohenems, Verlegung durch Gunter Demnig
Nach einer Erinnerung an „Euthanasie“-Opfer in Lingenau 2011 ist Hohenems die zweite Vorarlberger Gemeinde, in welcher Gunter Demnig auf Einladung der Stadt sein langjähriges Projekt verwirklicht. Über 46.000 Stolpersteine hat der Kölner Künstler bereits in ganz Europa gesetzt. In Hohenems werden die Steine – in den Boden eingelassene Messingtafeln mit Kurzbiografien – an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnern und am 30. Juni 2014  im öffentlichen Raum vor ihren letzten Wohnorten platziert.

Kaiserin-Elisabeth-Straße 2:     
Frieda Nagelberg (1889-1942)
Kaiserin-Elisabeth-Straße 2:  
Gisela Figdor (1882-1942)
Burgstraße 7:       
Markus Silberstein (1904-1942)
Schweizer Straße 5:     
Clara Heimann (geb. Rosenthal) (1866-1942)
Schweizer Straße 19 (heute Vorplatz Salomon-Sulzer-Saal):
Alois (Louis) Weil (1878-1938)
Schweizer Straße 35:  
Sophie Steingraber-Hauser (geb. Rosenthal) (1863-1942)
Theodor Elkan (1864-1942)
Helene Elkan (geb. Neuburger) (1879-1944)
Hans David Elkan (1900-1944)

Mehr Informationen zum Projekt: www.stolpersteine.eu 

Das Museum

Heimat Diaspora

Das Jüdische Museum Hohenems erinnert an die jüdische Gemeinde Hohenems und deren vielfältige Beiträge zur Entwicklung Vorarlbergs und der umliegenden Regionen. Und es beschäftigt sich mit Jüdischer Gegenwart in Europa, mit Diaspora und Migration. Dazwischen steht das Ende der Jüdischen Gemeinde von Hohenems, markiert durch die regionale NS-Geschichte, Vertreibung und Deportation, Antisemitismus und Holocaust. Entlang dieser Bruchlinien der regionalen und globalen Geschichte widmet es sich den Menschen und ihren Geschichten und pflegt Beziehungen zu den Nachkommen jüdischer Familien aus Hohenems in aller Welt.
Das Museum bietet jährlich Sonderausstellungen  und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm .

Die Dauerausstellung  in der 1864 erbauten Villa Heimann-Rosenthal dokumentiert die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Hohenems, die über drei Jahrhunderte bis zu ihrer Vernichtung in der NS-Zeit existierte.
Moderne Audioguides und Videostationen in deutscher, englischer und französischer Sprache stellen individuelle Erfahrungen in den Kontext einer europäischen Geschichte von Migration, grenzüberschreitenden Beziehungen und Netzwerken. Auf junge BesucherInnen ab 6 Jahren wartet eine Kinderausstellung  mit Geschichten von Monika Helfer und Schattenbildern von Barbara Steinitz.

Aktuelle Ausstellung – Vorschau

Endstation Sehnsucht.
Eine Reise durch Yerushalayim–Jerusalem–Al Quds
10. Mai 2015 bis 14. Februar 2016

Seit drei Jahren verbindet eine umstrittene Straßenbahn den Westen Jerusalems mit jüdischen 
Siedlungen im palästinensischen Ostteil. In ihr treffen die Einwohner, ob israelisch oder palästinensisch aufeinander, Pilger und Touristen, Religiöse und Säkulare. Das Jüdische Museum Hohenems
 nimmt seine Besucher mit auf eine Fahrt durch die Stadt, die Juden,
 Christen und Muslimen als heilig gilt. Eine Stadt, die Menschen aus allen 
Teilen der Welt für sich beanspruchen. Und in der alle Konflikte der 
Vergangenheit und der Gegenwart ihren Ort haben.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
Kuratiert von Hannes Sulzenbacher
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News

Akte Grüninger. Die Geschichte eines Grenzgängers

Seit 31. Januar ist Alain Gsponers Spielfilm über den Fluchthelfer Paul Grüninger in den Kinos, der als Schweizer Polizeikommandant 1938 dabei half, mehr als 3000 jüdischen Flüchtlingen den Weg in die Schweiz zu eröffnen und dabei gegen die Anweisungen seiner Vorgesetzten handelte. Die Vorarlberger Kinos bieten auf Wunsch Schulvorstellungen an. Schulvorstellungen im Hohenemser Cineplexx können mit Führungsangeboten des Jüdischen Museum verbunden werden. Informationen zum Film finden Sie hier .

Neue Vermittlungsprogramme zum Thema Flüchtlinge und Fluchthelfer
Das Jüdische Museum Hohenems lädt ein, die Themen des Films in der Dauerausstellung oder auch direkt vor Ort bei einem Spaziergang zur Schweizer Grenze zu vertiefen. Anhand ausgewählter Lebensgeschichten werden Flucht und Fluchthilfe damals greifbar – und verweisen gleichzeitig auf die aktuelle Brisanz dieses Themas in unserer Gesellschaft. Mehr Information zu den neuen Programmen “An der Grenze” und “Fluchtwege” finden Sie unter Vermittlung .