Reiseziel Museum

Auf die Reise! Fertig! Los! (Familienprogramm)So, 2. August und So, 6. September 2015, 10 - 17 Uhr

Reiseziel für Weltenbummler 

Du bist ReiseleiterIn und kannst mit deiner Familie Museen in Vorarlberg und Liechtenstein besuchen. Ein schöner Reisekoffer aus Holz sowie ein Museums-Reisepass liegen für dich bereit. 
Als Weltenbummler und Weltenbummlerin erwartet dich eine Reise rund um die Erde. Erlebe andere Traditionen und lerne die Geschichten in einer anderen Sprache kennen. Du erfährst mehr von Menschen, die auf der Reise waren und in anderen Ländern heimisch geworden sind. Viele sind aber auch zu uns gekommen und können dir viel über die Welt berichten…

Das Programm im Jüdischen Museum Hohenems 

Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Hohenems. In der aktuellen Ausstellung, „Endstation Sehnsucht. Eine Reise durch Yerushalayim – Jerusalem – Al Quds“ (bis zum 14. Februar 2016), unternehmen wir eine Straßenbahnfahrt durch die Stadt, die drei Weltreligionen als heilig gilt. In unserem Bastel- und Spielzelt warten richtige Ferngläser auf dich, die – von dir verziert – auf die Entdeckungsreise mitgenommen werden. In den angebotenen Kurzführungen macht die Straßenbahn Halt an vielen spannenden Orten, natürlich kannst du das Museum auch auf eigene Faust erkunden. Und wenn du möchtest, kann du mit deiner Familie in unserem Zelt noch eine Runde “Reise nach Jerusalem” spielen.



Kurzführungen (ca. 30 min.): 

10:15, 11:00, 14:00, 15:00, 16:00 Uhr; Treffpunkt: Foyer des JMH

Workshop im Bastel- und Spielzelt (Einstieg ist jederzeit möglich): 

10:00 bis 17:00 Uhr

Geeignet für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren

An- und Abreise sind gratis! Gratisticket online auf vmobil.at  herunterladen und ausdrucken oder aufs Handy laden.
Eintritt: € 1,00/CHF 1,- pro Person (gültig mit Vorarlberger Familienpass oder Liechtensteiner Reiseziel)
Weitere Informationen zum Reiseziel Museum 

News

Sommer-Event im Museumsgarten
Paul Divjak: Letztes Jahr in Jerusalem
18.-19. Juli 2015

Letztes Jahr in Jerusalem (L’année dernière à Jérusalem)
Duft-Installation/Smellscape im Garten des Jüdischen Museums
Im Rahmen des Kunstfestivals on site hohenems: bock auf kunst 

Eröffnung der Duft-Installation: 17. Juli 2015, 18-21 Uhr
Dauer der Duft-Installation: 18.-19. Juli 2015 (10-17 Uhr)

Mit der Duft-Installation tritt der Künstler Paul Divjak in olfaktorischen Dialog mit der aktuellen Ausstellung des Jüdischen Museums, Endstation Sehnsucht. Eine Reise durch Yerushalayim–Jerusalem–Al Quds .

Gerade noch lagen die frischen Etrog-Früchte am Mahane Yehuda Markt in Jerusalem, schon zieht das zarte, zitronige Aroma des Nahen und Mittleren Ostens durch den Garten des Museums. Es mischt sich mit unterschiedlichsten Geruchseindrücken aus verschiedenen Ecken der Stadt, mit von der Sonne erhitztem Stein und Gewürznoten wie Koriander, Kreuzkümmel und Kardamom sowie einem Hauch von Weihrauch, Haschisch und Pinien.

In Letztes Jahr in Jerusalem erzählt der Künstler von einem Spaziergang durch Jerusalem. Was im Rahmen dieser Duftinstallation riechbar wird, sind subjektive Geruchserinnerungen an die Heilige Stadt – die Stadt der drei Weltreligionen; ein ebenso assoziatives wie symbolisches Bouquet, geprägt von der Aura des Ortes und den unterschiedlichen Kulturen.

Paul Divjak, Autor, Medienkünstler und Kulturwissenschaftler, veröffentlicht Essays, Rezensionen und Kolumnen (u.a. Wina – Das jüdische Stadtmagazin), Prosa, Romane, kulturwissenschaftliche Texte und ist in den Bereichen elektronische Musik/Klangkunst, Performance, Olfaktorik, Installation, Film- und (Musik-)Video tätig. Ausstellungen, Performances und Festivalteilnahmen zuletzt u.a. MAK, Wien, Prague Quadrennial, Austrian Cultural Forum NY, Museum der Moderne, Salzburg, Zacheta Gallery, Warschau. www.pauldivjak.com 
Information zum Kunstfestival: Festivalprogramm 

News

"Arme Juden! Über den Umgang mit Not"
Sommeruniversität für Jüdische Studien, Hohenems 2015
28. Juni bis 3. Juli 2015

Eine Veranstaltung der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Instituts für Jüdische Studien der Universität Basel, des Instituts für Judaistik an der Universität Wien, der Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien an der Universität Zürich und der Professur für Judaistik an der Universität Bamberg – in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

Jüdisches Leben in Europa war jahrhundertelang von der Erfahrung der Armut geprägt. Hinter den großen Erfolgsgeschichten und den dramatischen Katastrophen, jenseits der Beschwörung kultureller Traditionen und der Nostalgie des Schtetl wird die Alltagsgeschichte eines fortwährenden und oft wenig spektakulären Ringens mit Not und Elend häufig vergessen.
Die Mehrheit der europäischen Juden befand sich immer wieder am Rande der Existenz. Als besonderen Gesetzen unterworfene Minderheit von „Luftmenschen“ waren sie lange Zeit von weiten Bereichen der Ökonomie abgeschnitten, und in ihrem sozialen und kulturellen Leben eingeschränkt, oder – besonders in Osteuropa – in Formen einer repressiven und mit wachsendem Elend verbundenen Teilautonomie sistiert. Massenemigrationen von Ost nach West und Landflucht aus den traditionellen Landgemeinden waren die Folgen, die neue Erfahrungen ermöglichten, aber auch soziale Härten nach sich zogen.

Die Sommeruniversität 2015 wird aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen die soziale Realität, aber auch die politische, literarische und filmische Repräsentation jüdischer Armut betrachten. Versuche, jüdischer Armut mit teils traditionellen, teils modernen Formen der Selbsthilfe zu begegnen werden dabei ebenso Thema sein, wie die Auseinandersetzung der jüdischen Traditionsliteratur mit menschlicher Armut überhaupt.

Die Europäische Sommeruniversität für jüdische Studien Hohenems 2015 steht Interessierten aller Fachbereiche offen. Bevorzugt angenommen werden Studierende der Jüdischen Studien der beteiligten Universitäten München, Basel, Wien, Zürich und Bamberg. mehr 

Informationen und Anmeldungen unter:
www.jgk.geschichte.uni-muenchen.de 

News

Verlegung von Stolpersteinen in Hohenems

Zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus in Hohenems, Verlegung durch Gunter Demnig
Nach einer Erinnerung an „Euthanasie“-Opfer in Lingenau 2011 ist Hohenems die zweite Vorarlberger Gemeinde, in welcher Gunter Demnig auf Einladung der Stadt sein langjähriges Projekt verwirklicht. Über 46.000 Stolpersteine hat der Kölner Künstler bereits in ganz Europa gesetzt. In Hohenems werden die Steine – in den Boden eingelassene Messingtafeln mit Kurzbiografien – an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnern und am 30. Juni 2014  im öffentlichen Raum vor ihren letzten Wohnorten platziert.

Kaiserin-Elisabeth-Straße 2:     
Frieda Nagelberg (1889-1942)
Kaiserin-Elisabeth-Straße 2:  
Gisela Figdor (1882-1942)
Burgstraße 7:       
Markus Silberstein (1904-1942)
Schweizer Straße 5:     
Clara Heimann (geb. Rosenthal) (1866-1942)
Schweizer Straße 19 (heute Vorplatz Salomon-Sulzer-Saal):
Alois (Louis) Weil (1878-1938)
Schweizer Straße 35:  
Sophie Steingraber-Hauser (geb. Rosenthal) (1863-1942)
Theodor Elkan (1864-1942)
Helene Elkan (geb. Neuburger) (1879-1944)
Hans David Elkan (1900-1944)

Mehr Informationen zum Projekt: www.stolpersteine.eu 

Das Museum

Heimat Diaspora

Das Jüdische Museum Hohenems erinnert an die jüdische Gemeinde Hohenems und deren vielfältige Beiträge zur Entwicklung Vorarlbergs und der umliegenden Regionen. Und es beschäftigt sich mit Jüdischer Gegenwart in Europa, mit Diaspora und Migration. Dazwischen steht das Ende der Jüdischen Gemeinde von Hohenems, markiert durch die regionale NS-Geschichte, Vertreibung und Deportation, Antisemitismus und Holocaust. Entlang dieser Bruchlinien der regionalen und globalen Geschichte widmet es sich den Menschen und ihren Geschichten und pflegt Beziehungen zu den Nachkommen jüdischer Familien aus Hohenems in aller Welt.
Das Museum bietet jährlich Sonderausstellungen  und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm .

Die Dauerausstellung  in der 1864 erbauten Villa Heimann-Rosenthal dokumentiert die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Hohenems, die über drei Jahrhunderte bis zu ihrer Vernichtung in der NS-Zeit existierte.
Moderne Audioguides und Videostationen in deutscher, englischer und französischer Sprache stellen individuelle Erfahrungen in den Kontext einer europäischen Geschichte von Migration, grenzüberschreitenden Beziehungen und Netzwerken. Auf junge BesucherInnen ab 6 Jahren wartet eine Kinderausstellung  mit Geschichten von Monika Helfer und Schattenbildern von Barbara Steinitz.

Aktuelle Ausstellung

Endstation Sehnsucht.
Eine Reise durch Yerushalayim–Jerusalem–Al Quds
10. Mai 2015 bis 14. Februar 2016

Seit drei Jahren verbindet eine umstrittene Straßenbahn den Westen Jerusalems mit jüdischen 
Siedlungen im palästinensischen Ostteil.
In ihr begegnen sich orthodoxe Juden, säkulare Israelis und Palästinenser, Pilger, Stadtbevölkerung und Touristen. In ihr spiegelt sich die brisante Gegenwart der urbanen Gesellschaft von Jerusalem.
Das Jüdische Museum Hohenems
 nimmt seine Besucher mit auf eine Fahrt durch die Stadt, die Juden,
 Christen und Muslimen als heilig gilt. Eine Stadt, die Menschen aus allen 
Teilen der Welt für sich beanspruchen. Und in der alle Konflikte der 
Vergangenheit und der Gegenwart ihren Ort haben.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
Kuratiert von Hannes Sulzenbacher
mehr 

News

Akte Grüninger. Die Geschichte eines Grenzgängers

Seit 31. Januar ist Alain Gsponers Spielfilm über den Fluchthelfer Paul Grüninger in den Kinos, der als Schweizer Polizeikommandant 1938 dabei half, mehr als 3000 jüdischen Flüchtlingen den Weg in die Schweiz zu eröffnen und dabei gegen die Anweisungen seiner Vorgesetzten handelte. Die Vorarlberger Kinos bieten auf Wunsch Schulvorstellungen an. Schulvorstellungen im Hohenemser Cineplexx können mit Führungsangeboten des Jüdischen Museum verbunden werden. Informationen zum Film finden Sie hier .

Neue Vermittlungsprogramme zum Thema Flüchtlinge und Fluchthelfer
Das Jüdische Museum Hohenems lädt ein, die Themen des Films in der Dauerausstellung oder auch direkt vor Ort bei einem Spaziergang zur Schweizer Grenze zu vertiefen. Anhand ausgewählter Lebensgeschichten werden Flucht und Fluchthilfe damals greifbar – und verweisen gleichzeitig auf die aktuelle Brisanz dieses Themas in unserer Gesellschaft. Mehr Information zu den neuen Programmen „An der Grenze“ und „Fluchtwege“ finden Sie unter Vermittlung .